Bekenntnis zum ewigen Gott

Lokales
Pechbrunn
20.06.2015
0
0

Wie ist diese Religion entstanden? Wie wird sie gelebt? Diese Fragen suchte die Israelkennerin zu beantworten. Das Interesse war groß. Denn das Judentum ist nur aus seiner tragischen Vergangenheit bekannt.

"In der Wurzel verbunden und doch getrennt - Die Juden unsere älteren Geschwister im Glauben", so hieß der Vortrag der KAB. Die Vorsitzende des Katholischen Erwachsenenbildungswerkes, Monika Schmiedel, stellte den Zuhörern Regina König als Referentin vor. Jude, sagte die Religionslehrerin aus Marktredwitz, dürfe sich nur der nennen, der eine jüdische Mutter habe. Das Judentum sei eine der ältesten Weltreligionen, aus der Christentum und Islam hervorgegangen seien. Als Stammvater der Juden gelte Abraham. Als wichtige Episode schilderte die Referentin die Verkündung der 10 Gebote Gottes am Berg Sinai.

Die Referentin kam auf das Großreich Israel zu sprechen und erwähnte König David. Dieser erreichte nach vielen Stammes- und Nachbarschaftskriegen Frieden für das Land. Er eroberte Jerusalem und machte die Stadt zu seinem Hauptsitz. "David war ein Künstler und ein begnadeter Sänger", wusste Regina König und erklärte, dass ihm rund 150 Psalmen im Alten Testament (AT) zugeschrieben werden. Sie seien auch Gebets-Stoff der katholischen Kirche. Das Judentum sei von der Diaspora geprägt und nur von der strengsten Befolgung der Thora und deren Gesetze sowie der Abgrenzung von anderen Kulturen zusammen gehalten worden. "Nur so konnten die Juden Verfolgung und Krisen überstehen."

Grundlage jüdischen Glaubens sei das Bekenntnis zum ewigen Gott und das Warten auf den Messias. Der Traum von Zion, die alte Bezeichnung für den Tempel in Jerusalem, habe Bedeutung gewonnen. Und eine nationale religiöse Bewegung gebildet, um einen neuen Staat zu gründen.

Dies sei 1948 geschehen, gegen den Widerstand der arabischen Bevölkerung. "Schon wieder gibt es einen Krieg und die Hoffnung auf Leben in Frieden und Sicherheit ist nicht in Erfüllung gegangen." Regina König bezeichnete das Judentum als "Wurzel unseres Glaubens" - der Bund Gottes mit den Menschen, aus dem später das Christentum hervorging. "Jesus war Jude und ist in der Tradition dieser Religion aufgewachsen und hat sich nach jüdischen Gesetzen orientiert." Allerdings beginne mit ihm der neue Bund Gottes zu den Menschen. "Jesus ist der Erlöser für uns geworden, auf den die Juden noch warten."

Gemeinsamkeiten

Nach den vielen Jahrhunderten der Auseinandersetzung begännen beide Seiten Gemeinsamkeiten zu entdecken. "Dazu gehören das AT der Bibel und der Glaube an Gott als Schöpfer." Beide Religionen lebten das Gebot der Nächstenliebe, den moralischen Anspruch auf die Lebensführung. "Schließlich verbindet uns die Hoffnung auf die Auferstehung."
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.