Bund Naturschutz wandert über den Teichelberg
Wo Wildkatze und Uhu Heimat finden

Das Naturschutzgebiet am Teichelberg gefährdet sieht der Bund Naturschutz. Seit Jahren versucht er, die Bevölkerung für die Problematik zu sensibilisieren. Bild: hfz
Lokales
Pechbrunn
19.11.2014
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Auf großen Zuspruch stieß die jährliche Wanderung des Bundes Naturschutz über den Teichelberg. An die 40 Teilnehmer interessierten sich für dieses Schutzgebiet, das mit seinen über 200 Jahre alten Laubbäumen vielen seltenen Pflanzen und Tieren eine Heimat bietet. Hier leben eine Reihe verschiedener Fledermausarten, Käuze und Eulen - darunter auch der Uhu.

Auch die scheue Wildkatze wurde hier wieder heimisch, nachdem sie vor 100 Jahren aus Bayern verschwunden war. Dieser ruhige, urwaldartige Mischwald ist der ideale Lebensraum für sie. Auch Luchse waren hier schon unterwegs und könnten sich wieder ansiedeln.

Josef Siller, der Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz, erklärte während seiner Führung, dass dieser Waldbestand zu den ältesten und seltensten in Bayern gehört und dreifach geschützt ist: als bayrisches Naturschutzgebiet, europäisches FFH-Gebiet und Naturwald-Reservat. Eigentümer des Schutzgebietes ist der bayrische Staat.

Doch dieses Kleinod sei nach wie vor bedroht, da die Pläne zum Basaltabbau immer noch nicht aufgegeben seien. Siller nannte es eine bittere Ironie, dass der Staat nicht in der Lage sei, seinen eigenen Besitz zu schützen. Der Bund Naturschutz werde weiterhin für den Schutz des Teichelbergs kämpfen und auch den Weg zum Gericht nicht scheuen.

Auf dem Rückweg kamen die Wanderer am Hankelbrunnen vorbei. Bis in die 90er Jahre entsprang hier ein kleiner Bach. Seit die halbe Kuppe des Teichelberges abgebaut ist, läuft nur noch zeitweise ein Rinnsal.
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