Der Baum wird fallen

Der Baum am Eingang der Grundschule (Bild) soll gefällt werden. Der Beschluss des Gemeinderats vom Mai war jetzt noch einmal Thema im Rathaus. Kinder präsentierten 500 Unterschriften gegen das Vorhaben. Bild: iv
Lokales
Pechbrunn
05.07.2015
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Überraschung für Bürgermeister Ernst Neumann und den Gemeinderat: Sandra Dehmel und Sabine Langer tauchten mit Kindern im Rathaussaal auf und wollen eine Unterschriftenliste übergeben. Die aber nahm der Bürgermeister nicht an.

Die rund 500 Unterzeichner plädierten dafür, die Tanne vor der Schule - sie diente in den vergangene Jahren als Christbaum - erhalten bleibt. Im Mai hatte der Rat mit der CSU-Mehrheit beschlossen den Baum zu beseitigen und durch einen neuen zu ersetzen (wir berichteten).

Die Tanne sei zu hoch, das Schmücken des Christbaum wäre deswegen schwierig und verursache Kosten.Den Argumenten hielt die SPD entgegen, dass der Baum ein Blickfang in der Ortschaft sei und es wieder Jahre bedürfe, bis wieder ein solcher Baum nach wachse. Außerdem werde sich die Gemeinde Pechbrunn einmal im Jahr einen Steiger leisten können, um den Baum weihnachtlich zu schmücken.

Eine Idee der Kinder

Mit der Entscheidung, den Christbaum zu fällen, hätten sich die Kinder nicht abgefunden und die Unterschriftenaktion gestartet, beteuerten die beiden Erwachsenen. Gemeinderat und Bürgermeister sollten mit der Aktion dazu bewegt werden, ihre Entscheidung rückgängig zu machen.

Beschluss bleibt bestehen

Bürgermeister Neumann beteuerte, dass der Beschluss unverändert bestehen bleibt. In der sich darauf entwickelnden Diskussion wiesen die beiden Erwachsenen noch einmal darauf hin, dass es die freie Entscheidung der Kinder war die Aktion durchzuführen. Die Eltern wären nur beratend dabei gewesen. Gerade diese Aussage zweifelte Gemeinderätin Angelika Protschky (CSU) an. Es sei über diese Angelegenheit ausgiebig im Gemeinderat diskutiert worden, bevor die Entscheidung gefallen sei, erklärte sie. Protschky fand es nicht in Ordnung, wenn demokratisch gefällte Entscheidungen nicht respektiert würden.

Sowohl Gemeinderat Thomas Dehmel als auch Gemeinderat Thomas Döhler, beide SPD, waren sich einig, dass es sich hierbei um eine Initiative der Kinder handelte, die mit der Entscheidung des Gemeinderates nicht einverstanden waren. Niemand habe versucht sie für diese Aktion zu instrumentalisieren. Hier gehe es nicht um Personen und Parteien sondern lediglich um den Willen der Kinder.

Bürgermeister Neumann wies darauf hin, dass man sich Beschlüsse im Gemeinderat ersparen könne, wenn versucht werde demokratisch gefällte Entscheidungen auf diese Weise zu Fall zu bringen. Abschließend sagte Neumann. "Der Beschluss steht nach wie vor und der Baum wird zu gegebener Zeit beseitigt."
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