Eishalle für die gesamte Region

Lokales
Pechbrunn
25.02.2015
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Basaltwerk Pechbrunn und Eishalle Mitterteich, Kreisumlage und Atemschutz-Übungsstrecke - die Themenpalette bei der Sitzung der CSU-Kreistagsfraktion war bunt gemischt.

Bürgermeister Ernst Neumann (CSU) stellte fest, dass das Basaltwerk zu Pechbrunn gehöre "genauso wie die Kirche und das Rathaus." Sollte die Erweiterung der Abbaufläche nicht genehmigt werden, wäre dies das Ende für den Betrieb und 15 Arbeitsplätze gingen verloren. Ferner sei die Qualität dieses Basaltsteins einmalig. Die CSU-Kreistagsfraktion unterstütze die Bemühungen der Gemeinde Pechbrunn zum Erhalt des Betriebs "ohne Wenn und Aber", betonte Fraktionsvorsitzender Toni Dutz.

Anschließend stellte Kämmerer Klaus Pöllmann die Eckdaten des Kreishaushalts 2015 vor. Der Entwurf der Verwaltung und des Landrats sehe unter anderem eine Senkung der Kreisumlage um einen halben Punkt auf 48,5 Prozent vor.

Sparvorschlag Sitzungssaal

Dazu sagte Dutz, die CSU werde diesen Vorschlag genau untersuchen, insbesondere, ob angesichts der guten Haushaltslage und der erhaltenen staatlichen Zuweisungen nicht eine Senkung um einen Punkt möglich sei. Dabei beschloss die Fraktion als erste Gegenfinanzierung die Streichung des Haushaltsansatzes für die Renovierung des Sitzungssaals im Landratsamt für 150 000 Euro. Dies sei heuer nicht notwendig und könnte eingespart werden.

Ausgiebig diskutierten die Fraktionsmitglieder den Antrag der Stadt Mitterteich an den Landkreis zur laufenden Beteiligung am Defizit der Eishalle. Darüber müssen demnächst die Kreisgremien entscheiden. Toni Dutz, Karl-Heinz Ernstberger und Roland Grillmeier erläuterten die Beweggründe, die damals zum Bau dieser Einrichtung in Mitterteich geführt hätten.

"Müssen Beitrag leisten"

Sicherlich könne man diese Infrastruktureinrichtung für die gesamte Region nicht mit örtlichen Einrichtungen im Landkreis vergleichen, betonte Toni Dutz. Deshalb gelte es genau abzuwägen, ob man am Ende eine Schließung dieser Einrichtung verantworten könne. "Wir müssen eine möglichst attraktive Infrastruktur im Landkreis erhalten und ausbauen. Dazu müssen alle, wenn notwendig, ihren Beitrag leisten", formulierte Toni Dutz seine persönliche Meinung. Roland Grillmeier bat die Kollegen um Unterstützung des Mitterteicher Anliegens. Er könne sich eine anteilige Defizitübernahme gut vorstellen.

Bernd Sommer und Toni Dutz berichteten von der Infoveranstaltung zum Thema "Atemschutzstrecke" im Landkreis Tirschenreuth. Bei aller Sympathie für interkommunale Zusammenarbeit mit Neustadt/WN und Weiden müsse es vor einer endgültigen Entscheidung für den Standort Neuhaus erlaubt sein, mögliche wirtschaftliche Alternativen im Landkreis Tirschenreuth zu prüfen, ohne gleich als "Kirchturmdenker" abqualifiziert zu werden, forderte Dutz.

Sitzung mit Neustadt

Kreisrat Mario Rabenbauer wurde beauftragt, einen Antrag für eine praktikable Lösung für die "Dermimboard-Fahrten" auszuarbeiten. Die Fraktion beschloss außerdem, am 16. März eine gemeinsame Sitzung mit der CSU-Kreistagsfraktion Neustadt/WN in Windischeschenbach abzuhalten. Der traditionelle Fraktionsausflug mit den aktiven und ehemaligen Kollegen geht vom 1. bis 3. Oktober nach Berlin.
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