Erwartungen nicht erfüllt

Lokales
Pechbrunn
08.07.2015
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Karl Hindringer lenkt als Vorsitzender weiterhin die Geschicke des SV Pechbrunn-Groschlattengrün. Bei der Jahresversammlung zog er eine weitgehend positive Bilanz, fand aber auch kritische Worte.

"Im vergangenen mussten wieder erhebliche Kräfte gebündelt werden, um das Vereinsschiff auf Kurs zu halten", betonte Karl Hindringer in seinem ausführlichen Bericht. Erleichtert zeigte er sich, dass Maxi Kraus und Daniel Albert den neuralgischen Trainerposten im A-Juniorenbereich übernommen hätten. In der Saison 2015/16 seien die A-Junioren in die JFG Stiftland eingebunden. "Spielermangel hat dazu geführt, dass man diesen Weg gehen musste." Leider sei es vorerst nicht gelungen, das Amt des Gesamtjuniorenleiters zu besetzen.

Harmonierende Einheit

Hindringer richtete ein Dankeschön an den Trainer des Damenteams, der eine harmonierende Einheit geformt habe. Ebenso würdigte er die Betreuer der Juniorenmannschaften für ihren Einsatz und das Opfern wertvoller Freizeit. Nicht so ganz zufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit den Leistungen der ersten Mannschaft, von der man sich etwas mehr erwartet habe. Nur durch eine klare Leistungssteigerung habe die Spielklasse gehalten werden können. Sorge bereiteten Hindringer die Spielerabgänge. Als zufriedenstellend bezeichnete er das Abschneiden der zweiten Mannschaft, wo hin und wieder Alte-Herren-Spieler hätten aushelfen müssen. Lob verteilte der Vorsitzende an die Abteilung Orientierungslauf, in der sich Thomas und Ute Döhler sehr in der Nachwuchsarbeiten engagierten.

Das Sportheim als zentrale Anlaufstelle des Vereins werde auch weiter in Eigenregie betrieben. Der finanzielle Erlös sei ein wichtiger Bestandteil des Haushaltsplans. Bei dieser Gelegenheit dankte Hindringer den SV-Freunden, der Firma Pfletscher-Transporte, der Firma Fickert & Winterling, der Gemeinde und Mitglied Roland Zeitler. Ohne deren Unterstützung müsste der Verein "wesentlich kleinere Brötchen backen". Unter anderem habe der SV einen neuen Fangzaun am Hauptplatz errichtet, in den Kabinen und auf den Gästetoiletten seien die alten Armaturen ausgetauscht worden.

Umsatz von 55 000 Euro

Ein Wermutstropfen sei laut Hindringer der umzugsbedingte Rücktritt des bisherigen Kassiers Dominik Schnabel. "Er lieferte eine hervorragende professionelle Arbeit ab", betonte Hindringer und überreichte als Dankeschön ein Abschiedsgeschenk. In seinem letzten Kassenbericht verwies Dominik Schnabel auf einen Jahresumsatz von rund 55 000. Trotz der zahlreichen Ausgaben habe man ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Dies sei nur durch die Eigenbewirtschaftung des Vereinsheims zu schaffen gewesen, so Schnabel. Besser genutzt werden sollten seiner Ansicht nach die Werbeflächen. Schnabel verabschiedete sich mit einem Dank für die gute Zusammenarbeit und versprach, dem SV bei Fragen weiter zur Verfügung zu stehen.

Den Berichten im Nachwuchsbereich war zu entnehmen, dass die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen zum Teil sehr gut funktioniere. Spielleiter Gerald Schwan bemängelte eine zuweilen ungerechtfertigte Kritik an der Vereinsarbeit und der ersten Mannschaft. "Vergleiche mit zurückliegenden Zeiten bringen nichts." In das gleiche Horn blies auch Patrick Lang, Spielführer der ersten Mannschaft. Dieser stelle eine gewisse Vernachlässigung bei Zuwendungen fest. "Wir spielen kostenlos Fußball, kaufen unsere Schuhe und auch teilweise unsere Garnituren und bezahlen unsere Fahrten zu den Spielen. Was sollen wir noch alles tun?", fragte Lang.

"SV-Freunde"-Sprecher Ludwig Hecht gab zu bedenken, dass alle Bereiche im Verein finanziell gefördert würden. Dass kritische Fragen gestellt würden - auch durch Mitglieder der "SV-Freunde" - könne man nicht beeinflussen.
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