Lampen-Austausch nicht in Sicht

Lokales
Pechbrunn
09.04.2015
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Eine Umrüstung der Pechbrunner Straßenbeleuchtung auf LED-Technik ist vorerst kein Thema. Der Gemeinderat lehnte jetzt einen Antrag von Thomas Döhler (SPD) ab. Für Verwunderung sorgte weiter ein Schreiben der Landtagsabgeordneten Annette Karl an die Deutsche Bahn.

Thomas Döhler begründete sein Anliegen in der jüngsten Sitzung damit, dass die Gemeinde bei einer Umstellung auf LED-Lampen den aktuellen Stromverbrauch um 80 Prozent senken könnte, was den Haushalt langfristig entlasten würde. Außerdem könnte die Gemeinde durch die damit verbundenen CO²-Einsparungen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Eventuell könnten in der Umstellungsphase auch die Leuchtmittel in gemeindlichen Einrichtungen wie Kinderhaus, Schule, Rathaus und Bauhof ausgetauscht werden, so Döhler.

Einige Jahre warten

Bürgermeister Ernst Neumann betonte, dass die Gemeinde bei der Straßenbeleuchtung erst vor wenigen Jahren auf energiesparende Lampen umgestellt habe. Erst in vier bis fünf Jahren werde sich diese Maßnahme amortisiert haben. "Erst dann sollte man sich wieder mit diesem Thema befassen", sagte Neumann.

SPD-Fraktionsvorsitzende Isgard Forschepiepe sprach von einer guten Idee. Allerdings sollte man warten, bis der Vertrag mit dem Bayernwerk abgelaufen ist. Die gleiche Meinung vertrat CSU-Fraktionsvorsitzender Alfons Grillmeier. Er ergänzte, dass die LED-Technik in vier oder fünf Jahren noch ausgereifter und wahrscheinlich auch billiger sein werde.

Hildegard Rank (SPD) vertrat den Standpunkt, dass man zumindest versuchsweise eine Lampe durch eine LED-Leuchteinheit ersetzen sollte. Dann könne man sehen, wie sich eine Umstellung der Beleuchtung auswirken würde. Bei der Abstimmung sprachen sich Bürgermeister Neumann und die Mehrheit der Gemeinderäte gegen eine Umrüstung zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus. Nur Thomas Döhler und Hildegard Rank votierten mit Ja.

Angaben nicht ganz korrekt

Überrascht zeigte sich Bürgermeister Neumann über ein Schreiben, das SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl an die Deutsche Bahn in München gerichtet hatte. Darin werde auf die angeblich ungünstigen Zugverbindungen von und nach Pechbrunn sowie die eingeschränkte Zahl von Plätzen in den morgendlichen Schülerzügen hingewiesen. An Thomas Döhler, der im Büro der Abgeordneten arbeitet, richtete Neumann die Frage, ob dieser wohl der Urheber des Schreibens sei. Döhler bestätigte dies und betonte, dass er lediglich eine Anfrage an die Bahn habe stellen wollen. "Vielleicht wäre es besser gewesen, mich darüber zu informieren", erwiderte der Bürgermeister. Denn es habe sich herausgestellt, dass einige Angaben in dem Schreiben nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprächen.

Problem besteht weiter

Thomas Döhler wies im weiteren Verlauf der Sitzung darauf hin, dass trotz der Anbringung eines überdimensionalen Hinweisschildes an der West-Einfahrt nach Pechbrunn (wir berichteten) weiterhin Lastwagenfahrer auf dem Weg zur Firma Algo-Logistik in der Fliederstraße landeten und dort für Verkehrsbehinderungen sorgten. Bürgermeister Neumann gab zu bedenken, dass die Gemeinde alles unternommen habe, um dieses Problem zu entschärfen. Auf das Handeln einzelner Fahrer habe man keinen Einfluss.

Wie Bürgermeister Neumann mitteilte, hat das Bayerische Rote Kreuz die Gemeinde gebeten, die Spendenaktion "Rotes Kreuz - Partner der Gemeinden" mit einem Zuschuss von 0,30 Euro je Einwohner zu unterstützen. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, diesem Wunsch nachzukommen. Bei 1388 Einwohnern ergibt sich ein Betrag von 416,40 Euro.

Gefahr durch Birken

Keine nennenswerten Schäden habe der jüngste Sturm in der Gemeinde angerichtet, wie Bürgermeister Neumann informierte. Jedoch habe man die Erkenntnis gewonnen, dass die beiden bereits vorgeschädigten Birken am unteren Dorfplatz in Groschlattengrün eine Gefahr darstellen. Neumann kündigte an, dass sich die Gemeinde mit dem Obst- und Gartenbauverein Groschlattengrün in Verbindung setzen werde. Ziel sei es, die beiden Birken zu entfernen und durch neue zu ersetzen.

Formen nimmt laut Ernst Neumann der Zweckverband "IKom-Stiftland" an. Als nächstes sollen die Bedürfnisse der angeschlossenen Städte und Gemeinden herausgestellt werden. Deren Erfassung sei die Grundlage für die künftige Zusammenarbeit. Nicht zuletzt berichtete Bürgermeister Neumann, dass die neue Pumpe der Feuerwehr Pechbrunn eingetroffen sei und der Feuerschutz hinsichtlich der Ausrüstung wieder gegeben sei.
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