Neue Mängel in der Turnhalle

Lokales
Pechbrunn
10.11.2014
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Erneut sind bei einer Prüfung der Pechbrunner Turnhalle Mängel aufgetaucht - und das, obwohl die Gemeinde erst im vergangenen Jahr nachgebessert hat. Knapp 5000 Euro seien zur Behebung fällig, was im Gemeinderat für Unmut sorgte.

Bürgermeister Ernst Neumann informierte, dass im Bericht zur Turngeräteprüfung unter anderem fehlende Schutzmatten, Vorsprünge und Kanten an Wänden sowie Mängel an Klettertauen und Sprungkästen gelistet seien. 4888 Euro müssten deshalb investiert werden. Thomas Döhler (SPD) bat aufgrund des hohen Betrags klären zu lassen, auf welcher Rechtsgrundlage diese alljährliche Prüfung stattfindet, was der Bürgermeister zusagte. Neumann kündigte an, dass man gravierende Mängel natürlich beseitigen lasse. Zuvor soll aber mit einem Vertreter des TSV Pechbrunn-Groschlattengrün noch einmal eine Besichtigung durchgeführt werden. Dabei soll ausgelotet werden, welche Arbeiten selbst erledigt werden können.

Finanzsituation offenlegen

Für eine kurze Diskussion sorgte ein Antrag des TSV Pechbrunn-Groschlattengrün. So hat der Verein für 857 Euro eine weiche Landematte gekauft, die auch von der Grundschule benutzt werden kann. Außerdem wurde aufgrund häufiger Störungen die alte Stereoanlage in der Turnhalle durch ein neues Gerät im Wert von 1191 Euro ersetzt. Die Gemeinde bat der TSV nun um einen Zuschuss. Thomas Dehmel (SPD) betonte, dass er absolut nicht gegen eine Bezuschussung durch die Gemeinde sei, zumal die Landematte auch den Grundschülern zugute komme. Allerdings sollten die Vereine zunächst einmal ihre eigene Finanzlage überprüfen und erst dann, wenn diese kritisch sei, einen Zuschussantrag an die Gemeinde stellen. Im Übrigen würden sich die Gemeinderäte leichter tun, wenn der Verein seine Finanzsituation offen legen würde, so Dehmel.

Schließlich stimmten die Gemeinderäte dem Vorschlag des CSU-Fraktionssprechers Alfons Grillmeier zu, der einen Zuschuss in Höhe von 250 Euro für angemessen hielt. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Bürgermeister Neumann informierte weiter über ein Schreiben des Landratsamtes über die Notfallplanung zur Unterbringung von Asylbewerbern in den Wintermonaten. Danach müsse jede Kreisverwaltungsbehörde in Bayern auf die kurzfristige Aufnahme von 200 bis 300 Menschen vorbereitet sein. Landrat Wolfgang Lippert richtete eine dringende Bitte um Unterstützung an die Bürgermeister. Angesichts der dramatischen Situation in den Aufnahmelagern habe er kein Verständnis für eine generelle Verweigerungshaltung einzelner Gemeinden. "Noch ist Pechbrunn mit diesem Thema nicht konfrontiert", sagte Neumann.

Grünes Licht gab es schließlich für den Antrag von Stephanie Gillitzer, die in Pechbrunn einen neuen Hühnerstall bauen will.
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