Ortsverein als Musterbeispiel

Rosemarie und Axel Dobrzak (vorne, von rechts) sind seit 25 Jahren in der SPD. Dazu gratulierten Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe, Stellvertreter Gerhard Flügel (von links) sowie Kreisvorsitzender Rainer Fischer (hinten rechts). Bild: iv
Lokales
Pechbrunn
18.05.2015
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Der SPD-Ortsverein Pechbrunn-Groschlattengrün sei ein Musterbeispiel für Zusammenarbeit und Aktivität - außerdem sei der Wechsel im Vorstand reibungslos geglückt. Viel Lob gab es bei der Jahresversammlung vom Kreisvorsitzenden Rainer Fischer.

Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe blickte eingangs auf das Geschehen der vergangenen Monate zurück. Mit den Kommunalwahlen könne der Ortsverband im Großen und Ganzen zufrieden sein, auch wenn Thomas Döhler es nicht geschafft habe, CSU-Bürgermeister Ernst Neumann abzulösen. Allerdings seien fünf Mitglieder der SPD in den Gemeinderat eingezogen.

Weiter erinnerte die Vorsitzende an das 7. Frauenfrühstück mit Hobby-Autorin Anni Lautenbacher, den traditionellen Neujahrsempfang, die Ostereiersuchaktion mit rund 25 Kindern, den Tagesausflug zur Landesgartenschau nach Deggendorf sowie zahlreiche Veranstaltungen in der ganzen Region. Isgard Forschepiepe streifte auch kurz die Bundespolitik und verwies auf die Einführung des Mindestlohnes und das Durchsetzen der Mietpreisbremse - beides Verdienste der SPD.

Seit 25 Jahren dabei

Im Anschluss nahm die Vorsitzende die Ehrung von Rosemarie und Axel Dobrzak vor, die seit 25 Jahren in der SPD sind. Eingetreten war das Ehepaar bereits in seiner damaligen Heimat Mainz-Kastell. Isgard Forschepiepe dankte für die Unterstützung des Ortsvereins und übergab zusammen mit Rainer Fischer eine Urkunde mit der Ehrennadel in Silber sowie ein kleines Geschenk.

Nachwuchs fehlt

Kritisch setzte sich Kreisvorsitzender Rainer Fischer in seinem Grußwort mit der Situation der SPD auf Kreisebene auseinander. "Wir schaffen es einfach nicht, junge Leute für unsere Ideen zu gewinnen." Dies sei ein Manko, das den Kreisverband schon seit Jahren beschäftige. "Immer mehr Ortsvereine brechen weg, weil sich aufgrund der Mitgliedersituation einfach niemand findet, voran zu gehen." Besonders problematisch sei die Lage im östlichen Landkreis Tirschenreuth. Die Quittung sei der Verlust von zwei Mandaten bei der Kommunalwahl 2014 gewesen.

Ebenfalls kritisch bewertete Fischer die Vergabe von Stabilisierungshilfen. "Die Staatsregierung sollte den Gemeinden von sich aus mehr finanzielle Mittel geben, dann müsste man nicht über den Umweg Stabilisierungshilfe um Gelder betteln." Als eine Erfolgsgeschichte bezeichnete Fischer das Personennahverkehrskonzept "Baxi", welches sich sehr gut entwickelt habe und von der Landkreisbevölkerung sehr gut angenommen werde. Zum Feilschen beim Thema Kreisumlage sagte Fischer: "Man sollte nicht unbedingt versuchen, sich kaputt zu sparen." Schließlich müsse man die Region lebenswert erhalten.

"Hervorragendes geleistet"

Betreuungs-Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl dankte den Repräsentanten des Ortsvereins für ihre politischen und gesellschaftlichen Anstrengungen. "Ihr habt auf allen Gebieten auch im vergangenen Jahr wieder Hervorragendes geleistet."
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