Pfarrer Forster spricht über "Durchkreuztes Leben"
Leid bleibt in der Welt

Lokales
Pechbrunn
30.03.2015
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"Durchkreuztes Leben - der Christ im Leiden" war ein Vortragsabend der KAB im Pfarrheim betitelt. Erwachsenenbildungsbeauftragte Monika Schmiedel hieß dazu Pfarrer Reinhard Forster aus Kirchenpingarten willkommen. Der brachte das Thema mit passenden Beispielen aus der Literatur und eigenen Erfahrungen am Kranken- und Sterbebett näher.

Das Leiden sei ein ernstzunehmendes Argument gegen den Glauben an Gott, räumte der Geistliche ein. "Leben und Leiden gehören zusammen", sagte Forster. "Wir werden nicht gefragt, ob wir geboren werden wollen in eine bestimmte Zeit und auch nicht, ob wir leiden wollen." Es gebe viele Menschen und Völker auf der Welt, deren Geschichte ein einziges Leiden sei. Der Referent nannte als wesentliche Ursachen des Leidens Krankheit und schlimme Schmerzen, auch seelischer Art. Man könne aber auch unter Gott leiden, da er die Frage nach den Ursachen nicht beantworten könne. Gott habe bei der Schöpfung eine leidfreie Welt erschaffen. Die Bibel nenne den Sündenfall von Adam und Eva, also sei der Mensch selber schuld, denn seine Entscheidung brachte Krieg, Krankheit und Gewalt.

Auch Jesus habe das Leiden nicht abgeschafft. Er sei am Kreuz selbst Leidender geworden, erinnerte der Pfarrer an die Worte "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Auch heute sei diese Frage oft nicht zu beantworten. Aber man könne am Leid Anteil nehmen. Dies sei die praktische Antwort, wenn das Leben von Leid und Not durchkreuzt werde.
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