Schäden an Stufen und Gräbern

Lokales
Pechbrunn
08.05.2015
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Die ausgeprägte V-Zwiesel am Kronenansatz an einer der Birken ist der Grund des Übels: Für die Baumgruppe in der Ortsmitte von Groschlattengrün muss rasch eine Lösung her. Der Fachberater rät zur Radikalkur.

Um den Baumbestand in der Gemeinde ging es jüngst in der Sitzung des Gemeinderats. Voraus gegangen war eine Besichtigung mit dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Harald Schlöger. Er hält die Birkengruppe in Groschlattengrün für nicht mehr verkehrssicher. Selbst ein einfaches Zusammenhängen beider Stämme mit einem Doppelgurt würde an der Gefahr des Abdrehens eines Kronenteiles nichts ändern.

Deshalb sollten die Bäume gefällt werden und die Lücke an dieser markanten Stelle in der Ortsmitte mit einer dorfgerechten Baumart wieder geschlossen werden. Die Bäume sollten zügig beseitigt werden; denn die Verkehrssicherheit dort sei nicht mehr gegeben, hieß es. Der Gemeinderat schloss sich nach kurzer Diskussion der Meinung des Kreisfachberaters an. Anstelle der Birken soll ein größer Ahornbaum gepflanzt werden. Am Friedhof in Pechbrunn hatten die enormen Wurzeln des Ahorns an der Treppenanlage zum Leichenhaus bereits die Stufen verschoben.

Bei der Leichenhaus-Renovierung soll er Baum beseitigt, die Stufen wieder repariert werden. Dort, wo jetzt noch der Ahorn steht, soll ein Strauch gepflanzt werden - ein hochwertiges, langsam wachsendes Blütengehölz. Ebenfalls gefällt werden die beiden Trauerbirken im nordöstlichen Teil des alten Friedhofs. Damit sollen Verschiebungen an Grabsteinen künftig vermieten werden.

Gräber verschmutzt

Außerdem haben Eigentümer der Grabstellen seit vielen Jahren die Verschmutzung der Gräber beklagt. Auch hier war der Beschluss des Gemeinderats einstimmig. Nicht einig war sich das Gremium bei der Abstimmung über die Fichte nördlich des Rathauses am Eingang zur Grundschule. Dieser Baum diente seit Jahren während der Weihnachtszeit als Christbaum der Ortschaft Pechbrunn. Bürgermeister Ernst Neumann und die CSU-Fraktion plädierten fürs Absägen: Das Schmücken des Baums wegen der Höhe wäre mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, außerdem sei der Baum im unteren Bereich ziemlich ausgedünnt. Die Spitze des Baumes könne ja noch als Christbaum Verwendung finden.

Blickfang im Ort

Die SPD-Fraktion und hier vor allem Fraktionssprecherin Isgard Forschepiepe und Gemeinderat Thomas Dehmel sprachen sich für den Erhalt des Baumes aus. Er sei Blickfang im Ort und es werde Jahre benötigen, bis ein neuer Baum nachgewachsen sei, erklärte Dehmel. Außerdem werde sich die Gemeinde Pechbrunn doch einmal im Jahr einen Steiger leisten können, um den Baum weihnachtlich zu schmücken.

Bei der Abstimmung - 7 CSU- und 5 SPD-Stimmen - war das Schicksal des Baumes rasch besiegelt.
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