Theaterabend mit Hindernissen

Szenenapplaus gab es immer wieder während des Einakters "Der Erfinderbauer". Im Bild (von links) Marlene Fux, Thomas Kick, Kunibert Reiß, Thomas Robl, Heike Brandner, Simone Zitzlmann und Toni Krisch. Bild: iv
Lokales
Pechbrunn
07.10.2015
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Über ein volles Haus freute sich das Pechlattenfixner Dorftheater beim Start in die Spielsaison 2015/16. Zwei lustige Einakter und Musik bescherten den Zuschauern im Saal der Gastwirtschaft Knopf einen höchst unterhaltsamen Abend.

Um diesen Theaterabend Realität werden zu lassen, habe der Verein einige Klippen umschiffen müssen, wie Vorsitzender Roland Zeitler eingangs betonte. So sei erst Spielleiter Hartmut Schraml erkrankt - und für eine neuerliche Hiobsbotschaft habe der überraschende Krankenhausaufenthalt von Monika Bartsch gesorgt, der Zeitler bei dieser Gelegenheit gute Besserung wünschte. Weil sie als Hauptdarstellerin im Einakter "Die voreilige Rache der Moserbäuerin" vorgesehen war, musste das Stück ausfallen. Um den Abend zu retten, sprangen Angelika Protschky und Hartmut Schraml mit Liedbeiträgen ein.

Zeitler dankte dem gesamten Team auf, vor und hinter der Bühne, das trotz aller Hindernisse voll mitgezogen habe. Ein Dank ging auch an die Familie Knopf für die Bereitstellung des Saals und die Dorfmusikanten, die vor und zwischen den Stücken flotte Musik beisteuerten. Anschließend hieß es "Vorhang auf" für das Stück "Der Vetter aus Dingsöd", ein Lustspiel von Michael Scheuer.

Gerhard Rosenberger und Michaela Zaus waren die Rollen als Bauer Toni und dessen dominante Frau Loni wie auf den Leib geschnitten. Zusammen mit Kunibert Reiß, der Sepp Hofer, den Vetter des Bauern spielte, lieferten sie ein Bravourstück ab. Nach mehreren Zwischenfällen, die für Lachsalven im Publikum sorgten, gelang es, die "feuerspeiende" Loni in ein "zahmes Weiberl" zu verwandeln. Mitten drin im Geschehen waren auch Lonis Schwester Lisl und deren Angebeteter, Jäger Franzl, gespielt von den Nachwuchstalenten Tina Enders und Thomas Flügel. Immer wieder spendeten die begeisterten Zuschauer während der Aufführung Szenenapplaus.

Nicht nur Lückenfüller

Die Gesangseinlagen von Angelika Protschky und Hartmut Schraml - die Lieder "Nur keine Aufregung" und "Ich hab ja soviel Angst vor meiner Frau" - erwiesen sich keineswegs nur als Lückenfüller. Langanhaltender Beifall der Zuhörer war der Lohn für die nahezu aus dem Stegreif gezeigten Leistungen. Den krönenden Abschluss bildete der Einakter" Der Erfinderbauer", ein Lustspiel von Paula Polzschuster. Bauer Säger, dargestellt vom Routinier Toni Krisch, erkannte, dass er eine Erfindung aus eigener Kraft nicht würde zur Serienreife bringen können. Deshalb versuchte er, seine Tochter Leni (Simone Zitzlmann) gegen deren Willen mit dem Fabrikantensohn Vinzenz von Leimer (Thomas Robl) zu verheiraten. Allerdings waren damit weder Bauer Sägers Ehefrau Loni (Heike Brandner), noch die freche und spitzzüngige Verwandte Zenzi (Marlene Fux) einverstanden. Nicht gerade zur Entspannung der Lage trugen auch der etwas einfältige Knecht Wastl, gespielt von Thomas Kick, und Fabrikant Leimer (Kunibert Reiß) bei. Insgesamt zeigten alle Darsteller ihr schauspielerisches Können und brachten die Zuschauer ständig zum Lachen.

Am Ende war man sich im Saal einig, dass das Pechlattenfixner Dorftheater unter der Regie von Hartmut Schraml wieder einmal eine ausgezeichnete Leistung geboten hat. Dies kam auch deutlich in Form des langanhaltenden kräftigen Beifalls zum Ausdruck.

Der "Bunte Abend" wird am Samstag, 10. Oktober, um 20 Uhr und am Sonntag, 11. Oktober, um 19 Uhr an gleicher Stelle wiederholt. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufstellen und an der Abendkasse.
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