Versprechen mit Folgen

Lokales
Pechbrunn
25.02.2015
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Am Ende gab es minutenlange Ovationen für die Laienspieler: Mit einem lustigen Dreiakter sorgte das "Pechlattenfixner Dorftheater" jetzt wieder für einen unterhaltsamen Abend.

"S'Herz am rechten Fleck" lautet der Titel des Stücks von Hermann Schuster, mit dem der Pechbrunner Theaterverein traditionsgemäß zu Beginn der Fastenzeit ins Rampenlicht der Öffentlichkeit trat. Pünktlich um 20 Uhr hieß es "Bühne frei" und "Vorhang auf" in der Schulturnhalle. Schon vor Beginn der Aufführung hatten die Dorfmusikanten Johannes Kutzer, Dieter Hofmann und Rudi Zimmerer für die richtige Stimmung gesorgt, die sich im weiteren Verlauf des Abends auch auf die einzelnen Darsteller übertrug.

Roland Zeitler, Vorsitzender des Theatervereins, hieß die Zuschauer willkommen, dankte für den guten Besuch und wünschte ein paar unterhaltsame Stunden. Dann gab er die Bühne frei für ein Lustspiel, das von Verwirrungen und Komplikationen um ein im Rausch getätigtes Eheversprechen geprägt war.

Erinnerung fehlt

Es war der Landwirt Egidius Brandner, hervorragend dargestellt von Toni Krisch, der nach übermäßigem Alkoholgenuss seinen Sohn Franzl (Thomas Flügel) als Bräutigam versprochen hatte - und zwar der schon etwas in die Jahre gekommenen Rosina Pfeifferböck, in deren Rolle Astrid Neugirg völlig aufging. Brandner konnte sich am nächsten Tag aber nicht mehr an das Versprechen erinnern und wollte den "Deal" daher rückgängig machen.

Unterstützt wurde er bei diesem Vorhaben von seinem Nachbarn und Freund Josef Bierlinger (Kunibert Reiß). Beide schmiedeten rasch Pläne, denn die Zeit drängte - die Hochzeiterin hatte sich schon telefonisch angesagt. Dass sie alles hinter dem Rücken ihrer Ehefrauen Theres und Josefine ausheckten - ausgezeichnet gespielt von Angelika Protschky und Heike Brandner - machte die Sache nicht einfacher. Und weil die beiden nicht wussten, dass sich ihre jeweiligen Kinder, Brandners Sohn Franzl (Thomas Flügel) und Bierlingers Tochter Mirzl (Simone Zitzlmann), schon lange ineinander verliebt hatten, folgten weitere Komplikation.

Zu diesen Verwirrungen trugen auch die Briefträgerin Zenzi (Marlene Fux) mit ihrem burschikosen Auftreten und der immer auf seinen finanziellen Vorteil bedachte Knecht Veri (Gerhard Rosenberger) bei. Dieses Duo und das junge Liebespaar konnten in ihren Rollen ebenfalls überzeugen.

Neues Bühnenbild

Die Zuschauer zeigten sich restlos begeistert und so fiel der Applaus nach dem Stück entsprechend lang aus. Der kräftige Beifall war der Lohn für eine gelungene Aufführung, zu der auch Hartmut Schraml mit der Präsentation eines neuen Bühnenbildes und seiner versierten Spielleitung einen wesentlichen Beitrag leistete. Roland Zeitler dankte abschließend den zahlreichen Zuschauern für ihr Kommen und den Schauspielern für ihr couragiertes Auftreten sowie allen Helfern vor und hinter der Bühne.

Wiederholt wird das Stück am kommenden Samstag, 28. Februar, um 20 Uhr an gleicher Stelle. Einige Restkarten gibt es noch an der Abendkasse.
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