Auffrischung dringend nötig

Isgard Forschepiepe. Bild: iv
Politik
Pechbrunn
14.05.2016
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Isgard Forschepiepe steht auch künftig an der Spitze des SPD-Ortsvereins Pechbrunn-Groschlattengrün. Bei der Generalversammlung beklagte die einstimmig wiedergewählte Vorsitzende einen allgemeinen Ansehensverlust der SPD und forderte ein noch intensiveres Werben um neue Mitglieder.

Die Neuwahlen brachten nur geringe Veränderungen in der Vorstandsriege. Stellvertretender Vorsitzender ist nach wie vor Gerhard Flügel, Kassiererin bleibt Ingrid Köstler, das Amt des Organisationsleiters übt unverändert Stephan Köstler aus. Lediglich auf dem Posten des Schriftführers kam es zu einem Wechsel. Thomas Flügel löste hier den Silvia Schemm ab. Zu Beiräten wurden Andreas Forschepiepe, Gabi Neumüller-Wölfl und Silvia Schemm bestimmt. Kassenprüfer bleiben Thomas Schemm und Robert Malzer. Delegierte zur Kreiskonferenz sind Isgard Forschepiepe und Gerhard Flügel, Delegierter zur Unterbezirkskonferenz ist Stephan Köstler, Delegierter zur Bundestagswahl-Kreiskonferenz ist Gerhard Flügel.

Sehr turbulentes Jahr


In ihrem Rechenschaftsbericht sprach Isgard Forschepiepe von einem für das Land sehr turbulenten Jahr. Sie verwies auf die große Zahl angekommener Flüchtlinge und die Anschläge in Paris und Brüssel. Diese Akte der Gewalt würden jetzt von rechtsextremen Kreisen ausgenutzt, um Ängste und Vorbehalte gegen Andersgläubige zu schüren.

Nach ihren Ausführungen zur großen Politik informierte sie, dass der Ortsverein derzeit aus 26 Mitgliedern bestehe. Zahlreiche politische und gesellschaftliche Veranstaltungen hätten das Gesicht des Ortsvereins geprägt. Dabei erinnerte sie an den Neujahrsempfang, verschiedene Frauenfrühstücke, die heuer sehr gut besuchte Osteraktion, die Teilnahme am gemeindlichen Ferienprogramm und die Einführung eines eigenen Stammtisches. Auch in der Umgebung seien verschiedene Veranstaltungen besucht worden.

Kein hohes Ansehen


Leider genieße die Arbeit der Sozialdemokraten derzeit kein hohes Ansehen, bemerkte die Vorsitzende mit Bedauern. Und das, obwohl in der Großen Koalition gerade durch die SPD schon vieles habe durchgesetzt werden können. Forschepiepe nannte als Beispiel den Mindestlohn. Das "ganze Dilemma" spiegele sich in den Mitgliederzahlen der Ortsvereine wider. Auch die SPD Pechbrunn-Groschlattengrün bräuchte dringend eine Auffrischung durch neue Mitglieder. Wer jemanden kenne, der sich einbringen will, solle denjenigen einfach zum nächsten SPD-Stammtisch am Mittwoch, 18. Mai, ins Sportheim mitbringen.

Betreuungskreisrätin Hannelore Bienlein-Holl kam im Anschluss auf den Haushalt des Landkreises Tirschenreuth zu sprechen. Wichtig sei, dass dieser einstimmig verabschiedet worden sei und keine neuen Schulden gemacht würden. Dies sei aber kein Grund, sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen. Vielmehr werde der Haushaltskonsolidierungsausschuss seine Arbeit fortsetzen und entscheiden müssen, was sinnvoll ist und was verzichtbar.

In diesem Zusammenhang verwies Bienlein-Holl auf den SPD-Kreisvorsitzenden Rainer Fischer, den sie wegen einer anderen Veranstaltung entschuldigte. "Er ist mit seiner besonnenen Art ein Segen für den Kreistag." Fischer genieße Achtung und Respekt in allen Fraktionen und sei aus dem Kreistag nicht wegzudenken. Abschließend betonte sie, dass man der SPD mit der Gerichtsentscheidung zur 10 H-Regelung keinen Gefallen getan habe.
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