Einstimmig gegen Eltern-Antrag

Politik
Pechbrunn
10.05.2016
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Für eine längere Diskussion im Pechbrunner Gemeinderat sorgte jetzt ein Antrag des Elternbeirates der Grundschule. Am Ende lehnte das Gremium die gewünschte Schaffung einer direkten Verbindung zwischen Schulküche und Turnhalle ab.

Der Elternbeirat begründete seinen Antrag für diese bauliche Maßnahme vor allem damit, dass mehrmals im Jahr größere Veranstaltungen in der Turnhalle stattfinden. Dabei seien bis zu 150 Menschen zu bewirten, wobei der Elternbeirat zwischen Küche und Halle drei Treppen und Gänge überwinden müsse. Auch weitere Gründe sprechen nach Ansicht des Elternbeirates für die geforderte Verbindung. Bürgermeister Ernst Neumann betonte, dass massive bauliche Veränderungen nötig wären und er deshalb vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich eine Kostenschätzung habe durchführen lassen. Dabei seien Kosten in Höhe von rund 16 150 Euro ermittelt worden. In der Runde war man mehrheitlich der Meinung, dass die anfallenden Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden. Die Zahl der angesprochenen Veranstaltungen bewege sich zwischen drei und fünf im Jahr. Dafür rentiere sich ein finanzieller Aufwand in dieser Größe nicht.

TSV nicht informiert


Auch in der Stellungsnahme der Rektorin der Grundschule, Renate Zuber, kam zum Ausdruck, dass der Nutzen im Verhältnis zum Aufwand abgewogen werden sollte. Allein für Unterrichtszwecke sei diese Verbindung aus Sicht der Schulleitung nicht zwingend erforderlich. Überrascht zeigten sich die Verantwortlichen des TSV Pechbrunn-Groschlattengrün, der Hauptnutzer der Halle ist. Sie seien im Vorfeld weder informiert noch befragt worden. Vonseiten des TSV sehe man keine Notwendigkeit, einen direkten Zugang von der Schulküche zur Turnhalle zu schaffen.

Thomas Dehmel (SPD) zeigte sich mit dem Verlauf der Diskussion, in der eine Ablehnung des Antrags abzusehen war, nicht ganz einverstanden. "Ich sehe ein, dass hier viel Geld in die Hand genommen werden soll." Allerdings sei er der Meinung, dass die Kostenschätzung zu hoch ausgefallen sei und man zusammen mit dem Bauausschuss nach günstigeren Lösungen suchen sollte. Matthias Hecht und Alfons Grillmeier (beide CSU) sahen das komplett anders - demnach sei die Kostenschätzung eher zu niedrig. Nachdem noch weiter diskutiert worden war, ließ Bürgermeister Ernst Neumann abstimmen - und der Gemeinderat lehnte den Antrag einstimmig ab.

Noch einmal einsteigen wird die Gemeinde in das Breitbandförderprogramm, um sämtliche Versorgungslücken zu schließen. Dazu wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst. Für die fachliche Unterstützung wurde der Auftrag an die Breitbandberatung Bayern GmbH zum Preis von 4130 Euro vergeben. Weiter entschied das Gremium, auch eine interkommunale Zusammenarbeit beim Breitbandausbau mit der Stadt Marktredwitz durchzuführen. Nach der Breitbandrichtlinie erhöht sich bei einer interkommunalen Zusammenarbeit der Förderhöchstbetrag um 50 000 Euro für jede der beteiligten Gemeinden. Mit der Stadt Marktredwitz wird hierfür eine schriftliche Vereinbarung geschlossen.

Schließlich wurden die Ergebnisse der Jahresrechnungen 2010 bis 2014 anerkannt, nachdem der Rechnungsprüfungsausschuss diese geprüft und keine gravierenden Fehler oder Unstimmigkeiten gefunden hatte.
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