Ganz Europa ist gefordert

Vorsitzende Isgard Forschepiepe (stehend) erinnerte beim SPD-Neujahrsempfang an die zahlreichen Aktivitäten ihres Ortsvereins. Mit dabei waren unter anderem Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl, MdL Annette Karl und Kreisvorsitzender Rainer Fischer (von rechts). Bild: iv
Politik
Pechbrunn
13.01.2016
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Von einem turbulenten Jahr mit schönen und unschönen Ereignissen sprach Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe beim Neujahrsempfang der SPD Pechbrunn-Groschlattengrün. MdL Annette Karl unterstrich die Wichtigkeit eines Einwanderungsgesetzes.

Es ist seit langem Tradition, dass der SPD-Ortsverein zu Beginn eines neuen Jahres Bilanz zieht und nach vorne schaut. Gekommen waren neben den Mitgliedern und Annette Karl auch Kreisvorsitzender Rainer Fischer und Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl.

Isgard Forschepiepe betonte, dass es nicht nur in der Gemeinde rund gegangen sei. Der Klimawandel, der IS-Terror und die Flüchtlingswelle seien weltweit die beherrschenden Themen gewesen und würden es wohl weiterhin bleiben. Als erfreulich nannte sie die zahlreichen Aktivitäten des Ortsvereins in den vergangenen Monaten. Bei vielen Veranstaltungen in der Region seien Mitglieder der Pechbrunner SPD dabei gewesen. Organisiert habe der Ortsverein unter anderem wieder eine Ostereieraktion und ein Kaffeekränzchen mit "Tanztee". Am Ferienprogramm der Gemeinde habe man sich ebenso beteiligt wie an einer Anti-Pegida-Demonstration in Schirnding.

Die Vorsitzende machte abschließend deutlich, dass der Ortsverein in guter Verbindung mit benachbarten Ortsvereinen stehe - etwa mit dem Fuchsmühler und auch mit dem Marktredwitzer, obwohl Letzterer in Oberfranken zu Hause sei. Am Ende bat Isgard Forschepiepe die Mitglieder darum, stets die SPD-Stammtische zu besuchen.

Gegen rechtsfreie Räume


MdL Annette Karl würdigte die vielen Aktivitäten, die auf ein äußerst reges Vereinsleben schließen ließen. In ihrem Vortrag befasste sie sich zunächst mit der anhaltenden Flüchtlingswelle. "Wir sind ein weltoffenes Land, in dem die Flüchtlinge Solidarität und Menschlichkeit erfahren sollten." Um diese Welle der Einwanderung zu bewältigen, sei aber unbedingt ein Einwanderungsgesetz notwendig. Allerdings sei bei Aufnahme und Integration ganz Europa gefordert. Dafür müsse sich die Bundeskanzlerin einsetzen. "Wer allerdings bei uns zu Gast ist, der muss sich mit unseren Regeln abfinden. Rechtsfreie Räume sind nicht zu dulden."

Zur Politik der Großen Koalition sagte die Landtagsabgeordnete, dass einiges eingeführt worden sei, wofür sich die SPD eingesetzt habe. Sie nannte als Beispiel den Mindestlohn und kritisierte gleichzeitig Leiharbeit und Werkverträge, mit denen Mindestlöhne unterlaufen würden. Auf Landesebene stellte sie sich gegen den steigenden Flächenfraß, forderte mehr Kiga-Plätze und kritisierte das Betreuungsgeld, mit dem man mehr Kiga-Plätze schaffen könnte. Außerdem stellte Karl die Unterschiede zwischen SPD und CSU beim Landesentwicklungsprogramm heraus.

Betreuungskreisrätin Hannelore Bienlein-Holl präsentierte ein Gedicht von Eugen Roth und verwies als Integrationsbeauftragte auf Angebote für Flüchtlinge in den verschiedensten Problemsituationen. Anschließend lud Ortsvorsitzende Isgard Forschepiepe alle Anwesenden zu Kaffee und Kuchen ein.
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