SV-Platz durchwühlt: Gemeinderat lehnt Zuschuss ab
Wütende Wildschweine

Politik
Pechbrunn
08.02.2016
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Abgelehnt hat der Gemeinderat einen Zuschussantrag des SV Pechbrunn-Groschlattengrün. Wildschweine hatten den Kleinfeldplatz oberhalb des Hauptfeldes durchwühlt und ihn somit in einen unbespielbaren Zustand versetzt. Dem Verein seien dadurch Kosten in Höhe von 2500 Euro entstanden, wie es hieß. Nach reiflicher Überlegung kam die Mehrheit der Gemeinderäte zu dem Entschluss, keine Beihilfe zur Wiederherstellung zu geben, um nicht einen Präzedenzfall zu schaffen. Für den Antrag stimmten Gerhard Flügel und Isgard Forschepiepe (beide SPD). Thomas Dehmel (SPD) vertrat die Meinung, dem SV in einer anderen Situation finanziell unter die Arme zu greifen, was allgemeinen Anklang fand.

Klärschlamm-Projekt


Grünes Licht gab es für ein grenzüberschreitendes interkommunales Klärschlamm-Projekt, das die Ikom Stiftland angestoßen hat. Dabei handelt es sich um ein dreijähriges Forschungsprojekt, das von der Hochschule Landshut (Technologiezentrum Energie) und einem tschechischen Forschungsinstitut begleitet wird. Ziele sind die Suche nach Verfahren zur energetischen Verwertung des Klärschlamms, die Reduzierung der Entsorgungskosten, die Rückgewinnung von Nährstoffen, die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie die CO2-Reduzierung. Die Gesamtkosten für die Gemeinde betragen knapp 1100 Euro. Bisher gibt die Gemeinde Pechbrunn in einem vergleichbaren Zeitraum 18 000 Euro für die Klärschlammentsorgung aus.

Weiter befasste sich das Gremium mit einer Beschwerde der Landwirte Stephan und Herbert Schübel aus Groschlattengrün. Sie bemängeln, dass ein Grundstück wegen eines offenbar verstopften Übergabeschachts immer wieder überschwemmt werde. Bürgermeister Ernst Neumann betonte, dass er die Angelegenheit durch den Bauhof prüfen lassen werde. Sollte sich herausstellen, dass ein Fremdverschulden vorliegt, werde man den Verursacher auffordern, den Missstand zu beseitigen. Sollte dies nicht geschehen, werde die Gemeinde dies übernehmen und die Kosten dem Verantwortlichen in Rechnung stellen.

Nicht beitreten wird die Gemeinde Pechbrunn der Arbeitsgemeinschaft für ein interkommunales Industriegebiet mit der Größe von rund 35 Hektar bei Wiesau. Initiiert wurde das Vorhaben von den Städten Mitterteich und Waldsassen sowie der Marktgemeinde Wiesau. Der Beschluss fiel einstimmig.

Vereinsspenden


Abschließend wies Bürgermeister Neumann darauf hin, dass es in den vergangenen Tagen zwei Wasserrohrbrüche gegeben habe. Weiter berichtete er von Spenden für das Kinderhaus in Groschlattengrün sowie die Grundschule Pechbrunn. So stellte der Tontaubenclub Teichelberg 100 Euro zur Verfügung, der CSU-Ortsverband Pechbrunn 275 Euro aus dem Erlös der Christbaumaktion.
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