37 Jahre an der Grundschule: "Allzweckwaffe" Erika Fennerl geht in Ruhestand
Vierfacher Abschied

Die verabschiedeten Lehrkräfte Erika Fennerl, Margit Stingl und Beate Koch (vorne, von links) zusammen mit Bürgermeister Ernst Neumann (links), Gabi Schmidt-König und Thomas Döhler vom Elternbeirat (hinten) sowie Rektorin Renate Zuber und Stellvertreterin Gabriele Stock (von rechts). Bild: iv
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Pechbrunn
30.07.2016
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Abschied nehmen hieß es an der Grundschule Pechbrunn für drei von vier Lehrkräften. Während Beate Koch und Margot Stingl an zwei andere Einrichtungen wechseln, geht Erika Fennerl in den Ruhestand. Letztere hatte für den Festakt mit ihrer Schulspielgruppe die Theateraufführung "Die Zauberflöte" einstudiert.

Zunächst hieß Grundschulrektorin Renate Zuber aus Mitterteich die vielen Gäste in der Turnhalle willkommen, darunter zahlreiche Eltern und Großeltern. Mit großem Eifer gingen die Kinder anschließend zur Sache und zeigten mit ihren Darbietungen, dass die vielen Proben nicht umsonst waren. Der langanhaltende Beifall am Ende war der Lohn für eine couragierte Leistung der Gruppe sowie ihrer Lehrerin Erika Fennerl.

Dem Vorsitzenden des Elternbeirats, Thomas Döhler, war es vorbehalten, den Reigen der Verabschiedungen zu eröffnen. So wird Lehrerin Beate Koch eine neue Aufgabe in Erbendorf übernehmen, Förderlehrerin Margot Stingl, die immerhin acht Jahre in Pechbrunn wirkte, wird ihre Zelte künftig in Waldsassen aufschlagen. Döhler dankte für die gute Zusammenarbeit und wünschte den scheidenden Lehrkräften alles erdenklich Gute und viel Erfolg an ihren neuen Wirkungsstätten.

Herzlich und einfühlsam


Nicht leicht falle ihm der Abschied von Erika Fennerl, wie Döhler betonte. 37 Jahre war sie in Pechbrunn als Lehrerin tätig und habe nahezu drei Generationen das Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht. "Sie war Ansprechpartnerin in allen schulischen Belangen, stellvertretende Schulleiterin und erfüllte ihre Aufgabe zuverlässig, mit viel Fleiß und Pünktlichkeit", so Döhler. "Der Umgang mit ihren Schülern war herzlich und einfühlsam und sie leitete zudem die Arbeitsgemeinschaften Experimente und Schulspiel. Dafür gebührt ihr Dank und Anerkennung." Döhler wünschte Erika Fennerl einen abwechslungsreichen Ruhestand.

Grundschulrektorin Renate Zuber bezeichnete Erika Fennerl in ihrer Laudatio als "Lehrerin vom alten Schlag". Sie sei eine "Allzweckwaffe" im wahrsten Sinne des Wortes gewesen. Sie sei überall einsetzbar gewesen, Änderungen hätten sie nicht vor Probleme gestellt. Zum Schluss ihrer Ausführungen überreichte Zuber die Ruhestandsurkunde und wünschte für die Zukunft viel Gesundheit und Gottes Segen.

Bürgermeister Ernst Neumann bedankte sich bei Erika Fennerl für die gute und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Schule. "Sie ist ein Urgestein der Gemeinde, durch deren Hände Schüler gelaufen sind, die heute bereits wieder Eltern vieler Grundschüler sind." Neumann wünschte alles Gute und viel Freude im Ruhestand. Zur Erinnerung an Pechbrunn übergab er einen geschliffenen Basaltstein.

Ebenfalls das Wort ergriffen Beate Koch im Namen der Kolleginnen, Kinderhaus-Leiterin Michaela Kopp und stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Gabi Schmidt-König. Letztere hatte auch die Aufgabe, Thomas Döhler als Vorsitzenden des Elternbeirates zu verabschieden. Neun Jahre war dieser im Gremium tätig, davon sieben Jahre als Vorsitzender. Gabi Schmidt-König dankte für die reibungslose Zusammenarbeit und schloss mit den besten Wünschen.
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