Abschieds-Gottesdienst in Groschlattengrün
"Du warst eine gute Pfarrerin"

Vermischtes
Pechbrunn
24.01.2016
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Abschied nehmen hieß es beim Gottesdienst am Sonntag in der Friedenskirche: Julia Wappmann verlässt nach gut dreieinhalb Jahren Marktredwitz und damit die Sprengelbereiche in Marktredwitz und Groschlattengrün.

Groschlattengrün. Die Feier gestalteten der Posaunenchor Marktredwitz, der Kirchenchor der evangelischen Gemeinde Groschlattengrün sowie der Kammerchor Marktredwitz unter Leitung von Kantor Michael Grünwald. Kirchenvorstandsmitglied Gerhard Flügel blickte zurück auf dreieinhalb arbeitsreiche Jahre, wobei der Sprecher auch auf die Baustellen in der Kirche anspielte (wir berichteten). Auch die Umstrukturierung des Kindergottesdienstes zusammen mit dem Kindergottesdienst-Team sei auf fruchtbaren Boden gefallen. Flügel erinnerte an die besonderen Gottesdienste - den Schlößlgottesdienst in freier Natur oder den Zeltgottesdienst beim Dorffest. "Die Vorträge von ,Kreuzundquer' waren immer sehr gut vorbereitet und lehrreich."

Verständnis


An die scheidende Pfarrerin gewandt sagte Flügel: "Du warst eine gute Pfarrerin, es war eine Freude mit dir zusammen zuarbeiten und wir danken dir für alles, was du Gutes bei uns getan hast." Die Gemeinde bedauere die Entscheidung. "Aber wir können sie verstehen und nachvollziehen", sagte Flügel und wünschte für die neue Aufgabe in Bayreuth viel Kraft, viel Erfolg und Gottes Segen. In ihrer Predigt blickte Frau Wappmann auf die dreieinhalb Jahre zurück auf alles, was in dieser Zeit geschehen ist. "Ich wollte nie die Chefin sein", sagte die Pfarrerin. Sie habe immer ein offenes Ohr für alle Mitstreiter haben wollen, die sie auf den verschiedensten Gebieten wunderbar sowohl in Marktredwitz, in Lorenzreuth oder in Groschlattengrün unterstützten, "... zum Nutzen aller und zum Nutzen derer, die mit Gott verbunden sind." Frau Wappmann sagte, sie werde "... euch und alles was ich in der kurzen Zeit erlebt habe im Herzen bewahren und gut gemeinte Ideen mit nach Bayreuth nehmen."

Dekan Hans-Jürgen Buchta verwies auf das Engagement, mit dem Julia Wappmann an alles herangegangen sei. "Deine Stimme hatte Gewicht, ob in weltlichen oder kirchlichen Dingen", sagte er. "Wir verlieren mit dir eine wertvolle Kollegin, verstehen aber deine Entscheidung."

Der Dekan dankte der Pfarrerin für deren wertvolle Arbeit und wünschte ihr viel Glück und Gottes Segen an ihrer neuen Wirkungsstätte. Er verabschiedete sie mit dem Segen und überreichte zum Abschied ein Geschenk. Pechbrunns Bürgermeister Ernst Neumann dankte für das Wirken im Dienst der Gemeinde und für die gute Zusammenarbeit. "Wir lassen Sie nicht gerne ziehen, obwohl ihre Gründe durchaus verständlich sind. Ich hoffe, dass sie aus Groschlattengrün nur positive Eindrücke mitnehmen". 3. Bürgermeister Heinz Dreher aus Marktredwitz rief die anwesenden Gläubigen dazu auf, sich mit Mut für den christlichen Glauben einzusetzen. Der scheidenden Pfarrerin gab er mit auf den Weg ihrer beruflichen Ausrichtung auch in Zukunft treu zu bleiben und an ihrer neuen Wirkungsstätte mit dem gleichen Elan, der sie bisher auszeichnete, weiter zu machen. Dazu wünschte er Gottes Segen und alles Gute für die Zukunft.

Utensilien für weiteren Weg


Weitere Grußworte überbrachten Oskar Steinbrecher für die evangelische Kirche und Pfarrer Christof Henßler aus Tröstau. Auch sie übergaben Geschenke. Auf recht originelle Art verabschiedet sich die Gruppe der evangelischen Jugend Marktredwitz. Sie übergaben verschiedene Utensilien, an die Pfarrerin die sie auf ihrem Weg in der Zukunft gebrauchen könne. Für die Kirchenverwaltung Lorenzreuth sprach Udo Helm Abschiedsworte und überreichte ebenfalls ein Geschenk.

Ausklang im Schützenheim


Schließlich war es Vertrauensmann und Kirchenvorstandsmitglied Gerhard Flügel, der sich im Namen der Kirchengemeinde von Frau Wappman verabschiedete und Geschenke übergab. Nach dem Segen von Pfarrer Christoph Schmidt und dem Auszug aus der Friedenskirche gab es im Schützenheim in Groschlattengrün die Möglichkeit, sich persönlich von Frau Wappmann zu verabschieden.
Ich wollte nie die Chefin sein.Pfarrerin Julia Wappmann in ihrer Abschiedspredigt
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