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Ehrungen beim VdK Poppenreuth: Im Bild von links Kreisvorsitzender Georg Brand, zweiter Bürgermeister Karl Busch, Alexander Gleissner und Walter Heindl sowie Ortsvorsitzender Willi Schöppl. Bild: iv
Vermischtes
Pechbrunn
04.02.2016
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Das Interesse motiviert. Willi Schöppl, Vorsitzender des VdK Poppenreuth, freute sich, dass am Sonntag mehr als die Hälfte der Mitglieder zur Jahreshauptversammlung kam. Eine Resonanz, von der andere Vereine nur träumen können.

Poppenreuth. 86 Mitglieder hat der VdK-Ortsverband Poppenreuth. Allein schon der gute Besuch des Treffens in der Gastwirtschaft "Grüner Baum" zeige die Verbundenheit der Mitglieder, war Willi Schöppl hochzufrieden. Er dankte aber auch allen Bürgern, die bei der Sammlung "Helft Wunden heilen" großzügig in den Geldbeutel griffen. Dabei kamen 1239 Euro zusammen; die Hälfte davon bleibe im VdK-Ortsverband. Der Vorsitzende lobte die Sammler, die sich jedes Jahr für die Aktion zur Verfügung stellen. In seinem kurzen Jahresbericht erwähnte Schöppl auch die Besuche bei Kranken sowie die Aufmerksamkeiten des Ortsverbandes bei Geburtstagen. Er forderte die Mitglieder auf, auch in Zukunft an der Seite des VdK-Ortsverbandes zu stehen und Gemeinschaftsgeist zu demonstrieren. Zweiter Bürgermeister Karl Busch sprach von einer Zeit der "sozialen Kälte in unserem Land". Alles sei auf Leistung und Effizienz ausgerichtet. Wer Probleme habe, falle schnell in ein soziales Loch. Es sei beschämend, dass einige wirtschaftsnahe Institute über eine Rente mit 72 Jahren nachdenken würden, um damit für alle, die nicht so lange arbeiten könnten, eine verkappte Rentenkürzung zu erreichen. "Gut, dass es da den VdK gibt." Er stehe hinter dem Schlagwort "Solidarität macht stark". Der zweite Bürgermeister dankte dem VdK-Vorstand für die geleistete Arbeit und schloss mit den Worten: "Wir brauchen das soziale Deutschland, wir brauchen den VdK."

Der neue VdK-Kreisvorsitzende Georg Brand, der sich erstmals in Poppenreuth vorstellte, befasste sich in seinem Referat mit dem Sozialsystem VdK, welches in allen Regionen Bayerns ein Helfer in Not, aber auch Ratgeber, Fürsprecher und Mitgestalter des Sozialstaates sei. Aktuell habe der VdK rund 653 000 Mitglieder in Bayern, davon allein im Kreisverband Tirschenreuth-Kemnath 5484. Somit gehören 7,4 Prozent der Bevölkerung des Landkreises Tirschenreuth dem VdK an. Er kümmere sich für die Mitglieder um Grundsicherung, Arbeitslosengeld, Kranken- und Rentenversicherung, Unfall- und Pflegeversicherung sowie Altersversorgung von Landwirten. Der VdK habe dazu im vergangenen Jahr 692 Anträge gestellt, 242 Widersprüche eingelegt und 105 Klagen eingereicht. 2015 wurden für die Mitglieder Nachzahlungen, Beihilfen und Zuschüsse in Höhe von 544 779 Euro erwirkt. Den Mitgliedern legte Brand nahe, sich bei Problemen bei Kreisgeschäftsführer Harald Gresik und seinen Mitarbeiterinnen zu melden. Georg Brand dankte besonders den treuen Mitgliedern des VdK. Zusammen mit Ortsvorsitzendem Willi Schöppl ehrte er Alexander Gleissner für 10 Jahre Mitgliedschaft, Irmgard Köther für 25 Jahre und Walter Heindl für 30 Jahre VdK-Zugehörigkeit mit dem Treueabzeichen des Sozialverbandes.

Nachfolger gesucht


Abschließend ließ Willi Schöppl durchblicken, dass er bei den kommenden Wahlen aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stehe. Als seinen Nachfolger schlug er zweiten Vorsitzenden Willibald Reindl vor, der sich überrascht zeigte und sich Bedenkzeit ausbat. Die harmonische Jahreshauptversammlung endete mit einem kleinen Imbiss.
Gut, dass es den VdK gibt.Zweiter Bürgermeister Karl Busch
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