Einstimmig für Neubau

Das Feuerwehrgerätehaus in Groschlattengrün, eingezwängt zwischen Garagen und Wohnblocks, ist ein Behelfsbau aus den 70er-Jahren. Bild: iv
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Pechbrunn
04.06.2016
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Grünes Licht gab der Pechbrunner Gemeinderat für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Groschlattengrün. Bei der Sitzung wurden auch wieder Forderungen laut, die beiden Wehren in der Gemeinde zusammenzulegen.

Die Feuerwehr Groschlattengrün, die den Antrag eingebracht hatte, war im Saal stark vertreten. Nahezu die gesamte aktive Truppe hatte sich im Zuhörerbereich versammelt. Wie dem Schreiben der Wehr zu entnehmen war, entspreche das vor 40 Jahren erbaute Gerätehaus nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Mehrfach sei dies bereits vom Landkreis Tirschenreuth beanstandet worden. Zeitnah sollten die Missstände beseitigt werden, so die Forderung der Behörde.

Reiner Unterstellplatz


Beim Gerätehaus handle es sich lediglich um einen beengten Unterstellplatz ohne Unterrichtsräume, sanitäre Anlagen und Heizung. Weil es am aktuellen Standort keine Möglichkeit gebe, die Auflagen zu erfüllen, wäre ein Neubau an einer anderen Stelle sinnvoll. Aufgrund der Anfrage der Wehr hat die Gemeinde zwischenzeitlich verschiedene Auskünfte eingeholt. So habe man bereits ein geeignetes Grundstück gefunden, das der Eigentümer verkaufen würde. Die Fördersumme bei einem Neubau würde pauschal 57 750 Euro betragen. Bei einer Besichtigung hat sich das Gremium auch schon selbst ein Bild vom bestehenden Gerätehaus gemacht.

SPD-Fraktionssprecherin Isgard Forschepiepe betonte, dass der bisherige Zustand des Gerätehauses kein Dauerzustand bleiben könne und man über kurz oder lang an einen Neubau denken müsse. Allerdings müsse man bei den Planungen einen möglichen Zusammenschluss der Wehren Groschlattengrün und Pechbrunn berücksichtigen. Hildegard Rank (SPD) sah diesen Zeitpunkt in naher Zukunft kommen, denn in Pechbrunn gebe es jetzt schon Schwierigkeiten, den Brandschutz aufrecht zu halten. Deshalb sollte man versuchen, beim Bau eines neuen Gerätehauses möglichst in der Mitte zwischen beiden Ortschaften einen Platz zu finden. 2. Bürgermeister Josef Hollmann, Stephan Heindl (beide CSU) und auch Bürgermeister Ernst Neumann erteilten diesem Vorschlag eine klare Absage, da man einerseits keine Genehmigung für den Bau eines Gerätehauses im Außenbereich bekomme und andererseits man nicht vorausschauen könne, wie sich die beiden Wehren in den kommenden Jahren entwickeln.

Eine Wehr reicht


Thomas Dehmel (SPD), seit jeher ein Verfechter der Zusammenlegung der beiden Wehren, habe Verständnis dafür, dass von Groschlattengrüner Seite ein Neubau gewünscht wird. Allerdings könne die Gemeinde auf Dauer nicht zwei Wehren finanzieren. "Wie will man denn diesen Zustand dem Bürger auf Dauer verkaufen? Es reicht eine Wehr, um den Brandschutz aufrecht zu halten", so Dehmel. "Man sollte sich in beiden Wehren darüber Gedanken machen, den jetzigen Zustand zu verändern." Dabei sei natürlich auch bei den Traditionalisten ein Umdenken nötig.

Nach dieser Diskussion stellte der Bürgermeister den Tagungspunkt zur Abstimmung und dabei sprachen sich alle Gemeinderäte für den Neubau eines Gerätehauses aus. Die Anzahl der künftigen Stellplätze blieb dabei noch unberücksichtigt.
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