Grünes Licht für Gerätehaus

Das alte Groschlattengrüner Feuerwehrhaus am Brunnenweg hat bald ausgedient. Mehrheitlich gab der Gemeinderat grünes Licht für einen von der Feuerwehr eingereichten Antrag auf einen Neubau. Bild: wro
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Pechbrunn
07.11.2016
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Mit der Genehmigung ihres Bauantrages im Gemeinderat geht für die Groschlattengrüner Floriansjünger ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Die Brandschützer bekommen ein neues Feuerwehrhaus.

Das in die Jahre gekommene Gerätehaus wird durch ein modernes Gebäude unweit der Marktredwitzer Straße ersetzt. Bedingt durch die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges wurde ein weiterer Stellplatz vorsorglich in die Planung gleich mit eingebunden.

"Kein Luxus"


Die Kosten für das Projekt bezifferte Bürgermeister Neumann auf rund 400 000 Euro, abzüglich der zu erwartenden Fördergelder und der Eigenleistungen. Aus den Reihen der SPD-Fraktion wurde die Frage nach der Höhe der zu erwartenden Eigenleistungen laut. Diese jedoch könne man heute nur schwer schätzen, erwiderte Bürgermeister Neumann und versprach: Man leiste sich keinen Luxus, Kredite müsse man nicht aufnehmen. Das Geld sei im Haushalt bereits enthalten.

Vonseiten der SPD zeigte man sich verwundert darüber, dass man von der bereits erfolgten Anschaffung des Mehrzweckfahrzeuges lediglich über Umwege bzw. "am Stammtisch", so Hildegard Rank, erfahren habe. "Man hätte uns über den Kauf schon informieren und in die Entscheidungsfindung mit einbinden müssen", fuhr Rank fort. Das Fahrzeug verursache schließlich Kosten. Rechnungen für Reparaturen, Treib- und Schmierstoffe, Steuer und Versicherungen werden an die Gemeinde weitergereicht. Abgesehen von dem bereits abgeschlossenen Kauf werde dafür nun auch noch ein weiterer Stellplatz benötigt. Isgard Forschepiepe schloss sich der Kritik ihrer Fraktionskollegin an und bemängelte das Fehlen eines Finanzierungsplanes.

"Das kostet uns Geld, dessen sind wir uns bewusst", erwiderte Bürgermeister Neumann. Durch den Ankauf des Fahrzeuges komme man aber auch in den Genuss der Fördergelder, argumentierte der Bürgermeister. Aus den Reihen der CSU wurde darauf hingewiesen, dass die Feuerwehr eine gemeindliche Pflichtaufgabe sei und man die Kosten daher tragen müsse. Auf die erneute Frage Ranks, weshalb man vom Kauf erst hinterher erfahren habe dürfen, antwortete Neumann: "Das Fahrzeug wurde aus Eigenmitteln der Groschlattengrüner Feuerwehr finanziert. Da brauchte man keinen Gemeinderatsbeschluss."

Gespannt warteten die uniformierten Zuschauer von der Wehr auf die Abstimmung über den Bauantrag. Mit drei Gegenstimmen von der SPD billigte das Gremium das Vorhaben.
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