Wechsel auf der Vorstandsbühne
Flügel folgt auf Zeitler

Der scheidenden Vorsitzende Roland Zeitler (links) und sein künftiger Nachfolger Thomas Flügel. Ihm wünschte Zeitler für die Zukunft in seinem Amt eine glückliche Hand und alles Gute. Bild: iv
Vermischtes
Pechbrunn
22.06.2016
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Die dauernde Überlastung ist für den Vorsitzenden nicht mehr tragbar. Deshalb kann der Boss des Pechlattenfixner Dorftheaters seine Aufgaben nicht mehr mit Freude bewältigen.

Roland Zeitler verlässt mit sofortiger Wirkung aus beruflichen und privaten Gründen die Vorstandsbühne. Bei der Jahreshauptversammlung in der Gastwirtschaft Knopf teilte er dies den anwesenden Mitgliedern mit. Sie, sagte Zeitler, hätten ihm bei der Bewältigung der anfallenden Arbeiten tatkräftig mitgeholfen. "Natürlich habe ich mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte Zeitler. Dennoch stehe mit Thomas Flügel ein Nachfolger bereit. "Er ist beliebt und von den Mitgliedern akzeptiert, und hat die nötige Zeit zum Organisieren." Zeitler bat die Versammlung sowie den Vorstand ihn bei der nächsten Vorstandssitzung in den Vorstand zu berufen und ihn dann nächstes Jahr offiziell zu wählen. Diesem Wunsch wurde einstimmig entsprochen.

Fundus jetzt in Waldershof


In seinem Rechenschaftsbericht ließ Zeitler das Jahr noch einmal Revue passieren und erwähnte hier neben den Theateraufführungen auch die gesellschaftlichen Veranstaltungen, wie das obligatorische Vereinsfest auf dem Teichelberg, die Feier des Dreikönigstages oder die gemeinsame Weihnachtsfeier. Dazwischen lag der Umzug mit dem Fundus des Vereins von Pechbrunn nach Waldershof. Hier zeigte sich wieder einmal, dass man sich auf die Mitglieder verlassen könne, wenn es hinten und vorne brennt.

Auch Hiobsbotschaften wegen kurzfristiger Erkrankung hatte man zu verkraften und führten zum teilweisen Ausfall des Programms bei einer Ausführung. "Wir sind gut aufgestellt, unsere Aufführungen waren wieder sehr gut besucht und die Leistungen aller Beteiligten vor und hinter der Bühne waren wieder ohne Fehl und Tadel." Er dankte für die Mitarbeit der vergangenen Jahre und wünschte dem Verein, den er natürlich weiterhin verbunden bleibt, alles Gute. Thomas Flügel bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und bat die Mitglieder ihn nach Kräften zu unterstützen. An seinen Vorgänger Roland Zeitler gewandt sagte Flügel: "Du hast den Verein maßgeblich bestimmt und nach vorne gebracht. Der Verein steht hervorragend da, das ist zu einem großen Teil dein Verdienst"

Flügel dankte Zeitler für dessen Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass er sich nach Möglichkeit für andere Aufgaben für den Verein einbringt. Der Kassenbericht von Thomas Robl ließ erkennen, dass der Verein in finanzieller Hinsicht beruhigt in die Zukunft blicken kann. Am Bericht selber gab es nichts auszusetzen. Dies bestätigten auch die beiden Kassenprüfer Toni Krisch und Kunibert Reiß.

Ein abschließender Antrag auf Änderung der Satzung im Bereich Beitragswesen wurde vertagt. Wie es hieß, wird der Vorstand dazu ein neues Konzept erarbeiten.

Publikum immer anspruchsvoller und kritischerBreiten Rahmen nahm der Bericht des Spielleiters Hartmut Schraml ein. Er dankte Roland Zeitler für dessen vorbildliche Arbeit mit einem "Vergelt's Gott" und überreichte ein Geschenk. "Dass wir das abgelaufene Jahr unbeschadet überstanden haben grenzt an ein kleines Wunder", sagte Schraml. Wegen krankheitsbedingter Ausfälle kurz vor den Aufführungen mit Neubesetzungen der Rollen habe improvisiert werden müssen; diese sei nur mit Unterstützung der Spieler möglich gewesen. Nur so hätten bereits angekündigte Vorstellungen realisiert werden können. Schraml dankte den alten und neu hinzu gekommenen Mitspielern für ihren Einsatz, der zur Vertiefung der persönlichen Beziehungen und der Kameradschaft untereinander beigetragen habe. "In den 15 Jahren Theaterverein haben wir bei allen Aufführungen versucht, unser Theaterpublikum zu begeistern. Allerdings werde es immer schwieriger diesen gegenwärtigen Stand zu halten", sagte Schraml. Durch die Medienpräsenz werde das Publikum immer anspruchsvoller und kritischer. Sachverstand und Herzblut zum Theaterspielen sei notwendig, um auch weiterhin bestehen zu können, sagte Schraml. In den genannten 15 Jahren hat der Theaterverein 25 Theateraufführungen, 55 Bunte Abende, 46 gespielte Einakter und 17 solistische Gesangseinlagen zur Aufführung gebracht. Mit der Aufführung der Heiligen Nacht konnte der Verein bei 24 Veranstaltungen rund 8200 Euro an Spenden für wohltätige Zwecke übergeben. Schraml dankte allen, die dazu ihren Anteil leisteten. (iv)
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