Auf den Spuren der Geschichte

Kultur
Pfreimd
09.09.2016
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Eine Reise in die Geschichte: Zum "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 11. September, können die Besucher im nördlichen Landkreis auf die Spuren der Vorfahren gehen oder das Denkmal eines Burgherren besichtigen.

Pfreimd/Wernberg-Köblitz. (hm/sef) Im Bereich der Stadt Pfreimd finden anlässlich des Tages des offenen Denkmals zahlreiche Veranstaltungen statt. Um 14 und 16 Uhr sind Führungen im Bereich der archäologischen Funde nördlich von Iffelsdorf. Der Kreisheimatpfleger für Archäologie, Kurt Engelhardt, gibt dabei Erläuterungen zu den vorgeschichtlichen Gräberfeldern aus der mittleren bis späten Bronzezeit sowie der Hallstattzeit.

Gezeigt werden auch verschiedene Exponate. Treffpunkt für die Teilnehmer ist im Bereich der Unterquerung der Ödschlagtalbrücke durch den Damelsdorfer Weg nördlich von Iffelsdorf.

In der Altstadt sind diverse Sanierungsobjekte für eine Besichtigung geöffnet: Um 11 Uhr ist eine Führung im Marktplatz 23 (Kramerhaus). In der Zeit von 14 bis 17 Uhr sind folgende Objekte zur Besichtigung geöffnet (keine Führung): Leuchtenberger Str. 10 (Färberbäckerhaus - Haas), Alte Schulgasse 6 (Ackerbürger- und Handwerkerhaus) sowie Landgrafenstr. 9 (Handwerkerhaus, Goldener Löwe). Vor dem Rathaus ist außerdem ein Informationsstand "Denkmalpflege".

Auch der Markt Wernberg-Köblitz nimmt am "Tag des offenen Denkmals". Veranstalter ist das Kulturforum. Im Mittelpunkt steht das Geschichtsdenkmal "Brenken-Grab" nahe der Burg, zu dem Rektor a.D. und Heimatforscher Josef Eimer Erläuterungen geben wird.

Rudolf Freiherr von und zu Brenken, dem gleich in der Nähe eine Straße gewidmet ist, erwarb 1899 die Burg Wernberg. 1915 wurde er in dem von ihm angelegten Park, den die Besucher ebenfalls kennenlernen, bestattet. Doch 1983 erfolgte die Umbettung in seine angestammte westfälische Heimat. Die Familie Brenken blieb bis 1918 in Wernberg und verkaufte ihren Besitz an Graf Andreas Schall-Riaucour.

Das "Brenken-Grab" ist seit jeher ein beliebtes Ziel von Einheimischen und Gästen. Deshalb sahen sich der Markt als Eigentümer und der örtliche Gewerbeverein in der Pflicht, das Geschichtsdenkmal in einen würdigen Zustand zu versetzen - ganz dem diesjährigen Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten" entsprechend. Einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Instandsetzung leistete auch Georg Freiherr von und zu Brenken.

Außerdem können sich die Besucher auf interessante Details zur Geschichte der Burg und ihre 1401 konsekrierte Georgs-Kapelle freuen. Dafür ist Orts- und Kreisheimatpfleger Leo Berberich zuständig. Treffpunkt ist am Sonntag um 15 Uhr vor dem Burgeingang. Parkplätze gibt es im Umfeld der Burg.
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