"Soirée magnifique“ ein Ohren- und Augenschmaus
Barocke Klänge bezaubern

Eine "Soirée magnifique" in der Klosterkirche: Barocke Musik wurde von den Gymnasiasten stilvoll in Kleidern präsentiert, die ebenfalls dieser Zeitepoche entsprachen. Bild: tie
Kultur
Pfreimd
25.01.2016
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Wie unterhaltsam und bereichernd doch Barockmusik sein kann: Das Musikseminar des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg gestaltete in der Klosterkirche anlässlich des Jubiläums "800 Jahre Pfarrei Pfreimd" ein barockes Musikfest. Es wurde dank der passenden Kostüme auch ein Augenschmaus.

Die "Soirée magnifique" widmete sich nicht nur der Musik des Barock. Alle Musiker, einschließlich des Leiters Johannes Windisch, trugen Barockkleidung. Die zusätzliche Idee, das Musikfest als Verlobungsfeier zu generieren, erwies sich in der voll besetzten Kirche als stimulierend für Akteure und Besucher. Ein Bläserchor eröffnete auf der Empore mit "Trumpet Tune" von Henry Purcell feierlich die Veranstaltung. Ebenso feierlich schritten die Gestalter des Konzerts im Mittelgang der Kirche gemessen nach vorne, nahmen Platz und musizierten gemeinsam das "Allegro" aus der "Wassermusik" von Georg Friedrich Händel. Frisch und engagiert erklangen die Töne, die Johannes Windisch exakt dirigierte.

Mit berührender Stimme


Das "Legerement" aus "Trio Nr.1" von Jacques Christophe Naudot präsentierten Caroline Müller (Flöte), Veronika Süß (Klarinette), Wiebke Schieder (Violine), Barbara Zimmermann (Viola) und Luisa Pischulti (Violoncello) mit viel Schwung. Jeanne Hanauer sang mit berührender Stimme danach "Caro mio ben" von Giuseppe Giordani. Das "Concertatio" von Benedikt Münster trug das gesamte Ensemble mit Emphase vor. Besonders die beiden Trompetenspielerinnen Eva-Maria Lottner und Julia Scheuerer, die ansonsten als Braut und Bräutigam auftraten, sind zu erwähnen. Zur "Polonaise" aus der "2. Orchestersuite h - moll" tanzten einige Ensemble-Mitglieder. Das Solo spielte die Flötistin Caroline Müller in überzeugender Manier.

Es folgte das berühmte "Air" aus der "3. Orchestersuite D - Dur", beides Musikstücke von Johann Sebastian Bach. Das "Bourree" von Johann Adolf Hasse interpretierten Alexandra Gietl (Horn), ferner die beiden Trompeterinnen in gefälligem Ton. Die "Passacaglia" aus der "Cembalosuite B-Dur" von Händel wurde gesungen. Damit erlangte das Werk eine ganz besondere Klangwirkung. Die beiden abschließenden Sätze aus der "2. Orchestersuite" von Bach boten der Flötistin Caroline Müller nochmals die Chance, ihr Können überzeugend vorzuführen. Wie es sich gehört, sangen alle das "Rheinweinlied" von Adam Krieger und prosteten sich dann zu.

Ein stimmiger Abend


Theresa Reis widmete sich daraufhin innig dem Lied "Das Glück" von Georg Philipp Telemann. Im Reihentanz führten Mitglieder des Ensembles die "Gigue" von Vojtech Frank vor. Die Streicher begleiteten. Das Continuo von Luisa Pischulti (Violoncello), Lea Swoboda (Kontrabass) und Peter Gietl (Cembalo) war dabei erneut eine verlässliche Größe.

Und schon war das letzte Stück erreicht. Alle sangen mit rhythmischem Gespür den Song "Trudge away quickly" von Thomas Ravenscroft. Die Zuhörer waren sich einig. Der Abend hatte viel Freude bereitet.
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