2014 war das Jahr der Julia Simon aus Maxhütte-Haidhof
Auf dem Weg in die Spitze

Julia Simon jubelt nach einem erfolgreichen Wettkampf mit dem Luftgewehr. Bild: dl
Lokales
Pfreimd
08.01.2015
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Das Jahr 2014 war für die Pharmaziestudentin Julia Simon aus Maxhütte-Haidhof prägend auf ihrem Weg zur absoluten Spitze in Deutschland. Von einem persönlichen Rekord zum anderen und zahlreiche nationale und internationale Topleistungen pflasterten ihren Weg.

Bereits im Frühjahr zeigte sich, dass dies das Jahr der Julia Simon werden könnte. Beim Internationalen Wettkampf in Berlin und Dortmund konnte die 23-Jährige mit der Weltspitze mithalten. Beim ISW in Berlin gewann sie den Kleinkaliber Wettkampf 3x20 mit einem absoluten Spitzenergebnis von 587 Ringen. Mit 194 Ringen liegend, 200 Ringen stehend und 193 kniend war sie klare Siegerin in der Damenklasse.

Der letzte Baustein

Auch bei nationalen Wettkämpfen und Ranglistenturnieren in München und Hannover, die entscheidend für die Qualifikation in den Nationalkader sind, konnte sie Topleistungen abrufen. Den letzten Baustein für ihre Nominierung in den Bundeskader erzielte sie bei der deutschen Meisterschaft auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück. Bundestrainer Claus-Dieter Roth hatte sie daraufhin in den Nationalkader berufen und erwartet von dem Talent für die Zukunft noch so einiges.

Äußerst knapp verfehlte sie mit einem vierten Platz bei der Ausscheidung zur Europameisterschaft in Arnheim (Niederlande) die Norm. In drei Durchgängen mit dem Luftgewehr fehlte der 23-jährigen zum Schluss nur ein einziger Ring auf Platz drei. Dabei konnte sie in einem Durchgang sogar die optimale Ringzahl von 400 erzielen, dies ist bisher nur wenigen Schützen vor ihr gelungen.

Julia Simon machte mit elf Jahren ihre ersten Schritte beim Schützenverein Edelweiß Süß. Mit zwölf Jahren wurde sie in den OSB-Schülerkader aufgenommen und durchlief alle Stationen. 2010 und 2011 war sie bereits im DSB-Juniorennationalkader. Stets lobten die Trainer Horst Bauer, Josef Haberl und Robert Senft den enormen Trainingsfleiß der ehrgeizigen Schützin. Im letzten Jahr wurde sie mit der Mannschaft von HSG München deutscher Meister mit dem Luftgewehr. In diesem Jahr geht sie für die mittelfränkische Mannschaft Petersaurach in der Bundesliga an den Start. Im letzten Wettkampf gegen Königsbach bezwang sie ihren Gegner Andre Link mit 397:396 Ringen. Im zweiten Wettkampf, bei dem sie es mit dem Vorjahresmeister der HSG München zu tun hatte, zeigte die Studentin keine Schwäche. Nach Ringgleichheit mit 394 hatte ihre Gegnerin, die Koreanerin Ser Xiang Wie, beim Stechschuss mehr Glück und holte den Punkt für Petersaurach. Trotz dieses optimalen Jahres sind die Ziele der aus Süß (Kreis Amberg-Sulzbach) stammenden Schützin aber noch nicht erreicht.

Sie will auch bei internationalen Wettkämpfen punkten. Möglichkeiten wären im Juni bei den Europaspielen in Baku (Aserbaidschan), im Juli bei der Universiade in Gwangju (Korea) oder bei der EM mit dem Kleinkaliber in Maribor (Slowenien). Im Oktober stehen dann noch die 6. CISM World Games in Mungyeong (Korea) an.
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