55-Jähriger äußert sich bei Polizeivernehmungen zu Kontakt mit Kindern und Jugendlichen
Kontakte im Partykeller eingeräumt

Lokales
Pfreimd
08.10.2014
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Doch das wird sich noch über mehrere Wochen, beziehungsweise Monate hinziehen. "Wir sind dabei, eine dreistellige Zeugenzahl zu erreichen", schilderte der Oberstaatsanwalt. Dabei geht es nicht nur um vermeintliche Opfer des 55-Jährigen, sondern generell um Personen, die Kontakt zu dem Beschuldigten hatten. "Viele sind natürlich nicht begeistert, wenn sie nach Jahrzehnten vernommen werden", unterstrich Strohmeier.

Im Zuge der Vernehmungen habe der 55-Jährige objektive Gesichtspunkte - wie die Existenz des Partykellers - eingeräumt und auch gesagt, dass er mit Burschen und jungen Männern zwischen 13 bis 25 Jahren dort Kontakte pflegte. "Ob das völlig harmlose Begegnungen waren oder nicht, das müssen wir herausfinden", sagte der leitende Ermittler.

Dringender Tatverdacht bejaht

Sicher ist aber: In den zwölf Fällen, die dem 55-Jährigen im Haftbefehl vorgeworfen werden, wurde der dringende Tatverdacht richterlicherseits bejaht. Nun überprüfen die Kripobeamten, ob es weitere Taten in der Vergangenheit gab. Der 55-Jährige war bereits vor über 20 Jahren einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Das sagte er zumindest den Polizeibeamten. Vonseiten der Staatsanwaltschaft wird das aber nicht bestätigt.

Der Grund: Mögliche Einträge im Bundeszentralregister sind bereits getilgt, die Akten vernichtet "und es gibt keinen Beamten mehr, der sich daran erinnern kann", legte Strohmeier dar. Sie seien allesamt mittlerweile nicht mehr im Dienst.

Beweismaterial im Wohnhaus

Der 55-Jährige war am 8. September unter dem dringenden Tatverdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Aus dem Umfeld eines Kindes, das Kontakt zu dem 55-Jährigen hatte, hatten die Beamten eine Mitteilung erhalten, die die umfassenden Ermittlungen in Gang brachte.

Mitte September nahm die Kriminalpolizei das Wohnhaus des Beschuldigten genau unter die Lupe. Bei der Durchsuchung des Gebäudes stellten die Fahnder einer Mitteilung der Polizei zufolge auch Beweismaterial sicher.
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