Auch über sich selbst - Abwehrkräfte stärken
Öfters mal lachen

Lokales
Pfreimd
04.10.2014
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"Lachen sie jeden Tag," empfahl der Gerontologe Georg Pil-hofer den etwa 20 Zuhörern im Pfarrsaal. Der Seniorenbeauftragte der Stadt, Pfarrei, evangelisches Bildungswerk, katholische Erwachsenenbildung, das Diakoniezentrum Schwandorf und die Gerontologische Koordinationsstelle Oberpfalz luden zum ersten Vortrag der Reihe "Seelische Gesundheit im Alter" ein.

Lachen und Gesundheit seien ganz eng mit einander verknüpft, denn Lachen stärke unter anderem die Abwehrkräfte des Körpers, führe zur Anreicherung von Sauerstoff im Blut und fördere nicht zuletzt einen erholsamen Schlaf. Auch Glückshormone setze das Lachen frei und entspanne die Gesichtsmuskulatur.

"Je harmloser der Anlass, desto unbefangener wird das Lachen sein", sagt Pilhofer. Auch wenn Humor oft mit Lachen einher gehe, sei es dennoch nicht mit ihm gleich zu setzen. Humor ist laut Pilhofer eher die heiter-gelassene Gemütsverfassung inmitten aller Widerwärtigkeiten und Unzulänglichkeiten des Daseins. "Humor ist, wenn man trotzdem lacht." Diese Gelassenheit sei wohl im Alter öfter gefragt und werde aus der lebenslangen Erfahrung heraus leichter fallen.

Bei allem Humor seien aber die Grenzen des guten Geschmacks zu beachten, denn Lachen auf Kosten anderer verfehle schnell das Ziel. Da sei es schon besser, einmal über sich selbst zu lachen. "Denn wie könnte es sonst sein, dass vor vierzig Jahren, als es uns noch nicht so gut ging, drei mal mehr gelacht wurde als heute?", fragt der Referent. Selbst der in großer Armut aufgewachsene Charly Chaplin - oder gerade deswegen - sagte: "Jeder Tag, an dem Du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag". Er, der so viele Menschen zum Lachen gebracht hat, musste es wohl wissen.

Weitere Vorträge: "Die Pflegestufe: Vorbereitung - Begutachtung - Einstufung" (Petra Ihring, Caritas Schwandorf; 8. Oktober). "Demenz - Schicksal oder Strafe?" (Dr. Peter Euler, Chefarzt Gereatrie, Asklepiosklinik Burglengenfeld; 24. Oktober) und "Himmelhoch jauchzend, zu Tode betübt - Depressionen im Alter"(Georg Pilhofer 5. November). Die Vorträge beginnen jeweils um 15 Uhr im Pfarrsaal .
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