Bei Bienen leider Bayerntrend

Christa Schichtl (Zweite von rechts) wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Arnold Kimmerl (Dritter von links) erhielt die Ehrennadel der Bayerischen Imkervereinigung in Gold. Im Bild die Geehrten zusammen mit den Mitgliedern, die aus der Vorstandschaft ausgeschieden sind: Bürgermeister Richard Tischler (Zweiter von links) und Franz Wilhelm (rechts). Bild: Baehnisch
Lokales
Pfreimd
04.03.2015
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Die Imker werden mehr, doch die Zahl der Völker, die sie betreuen, gehen zurück. Dieser Bayerntrend macht auch beim Pfreimder Bienenzuchtverein nicht halt.

In seinem Bericht gab Vorsitzender Albert Sittl bekannt, dass der Verein derzeit 43 Mitglieder habe. Das seien zwar zwei mehr als im Jahr zuvor, doch würden mit 211 Völkern weniger Bienen gehalten als noch im Jahr 2014. Es entspricht laut Sittl dem bayernweiten Trend, dass die Zahl der Imker zunehme, jeder einzelne aber weniger Völker betreue als früher. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder liegt laut Sittl bei 57 Jahren.

Im Rückblick auf das abgelaufene Vereinsjahr erinnerte der Vorsitzende unter anderem an die Frühschoppen sowie eine Standbegehung bei der Familie Schlosser in Saltendorf. Im Verein wurde auch ein Imker auf Probe betreut.

Kalt und windig

Zum Bienenjahr sagte Sittl, dass die Bienen nach einem kurzen, milden Winter Anfang Februar 2014 ihre ersten Ausflüge gemacht hätten. Zur Blütezeit sei es dann allerdings kalt und windig gewesen. Der kurze Wintereinbruch sowie der kurze Sommer hätten dazu geführt, dass es wenig Honig aus der Frühtracht und wenig bis keinen Waldhonig gegeben habe. Die Völker seien geschwächt in den Winter gegangen. Der starke Milbeneintrag habe bei einigen Bienenzüchtern zu nicht unerheblichen Völkerverlusten geführt. Im aktuellen Frühjahr seien die ersten Reinigungsflüge bereits erfolgt. Als neue Gefahr für die Bienen verwies der Vorsitzende auf den kleinen Beutenkäfer. Es gebe jedoch wirksame Mittel, um ihn zu bekämpfen.

Nach weiteren Hinweisen Sittls auf Möglichkeiten zur Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe erstattete Kassier Richard Tischler den Kassenbericht. Bevor Arnold Kimmerl die Neuwahlen leitete, berichtete Helmut Götz kurz von der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes, bei der es nicht gelungen sei, einen Nachfolger für den Kreisvorsitzenden Hermann Bronold zu finden.

Bei der Neuwahl wurden Albert Sittl als erster und Gottfried Blank als zweiter Vorsitzender bestätigt. Als Schriftführer löst Gerhard Schlosser Franz Wilhelm ab, der nicht mehr antrat. Neuer Kassier wurde Manuel Schlosser. Er übernimmt das Amt von Richard Tischler, der ebenfalls nicht mehr zur Wahl antrat. Die Nachwuchsbetreuung bleibt in den Händen von Helmut Götz. Als Beisitzer fungieren unverändert Josef Amann, Peter Hermann und Roland Üblacker. Kassenprüfer bleiben Stefan Kubik und Herbert Wendl.

Verdiente Mitglieder

Zum Abschluss nahm Vorsitzender Albert Sittl zwei Ehrungen vor. Christa Schichtl wurde für ihre 50-jährige Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Arnold Kimmerl erhielt für seine langjährige aktive Mitgliedschaft und seine Tätigkeit in der Vorstandschaft des Bienenzuchtvereins Pfreimd die Ehrennadel der Bayerischen Imkervereinigung in Gold.

Im Anschluss an die Versammlung referierte Prof. Dr. Hans-Hinrich Kaatz vom Institut für Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Thema "Faszination Honigbiene: Demokratie im Bienenstaat?".
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