Die Motorsäge lichtet aus

Ein Ahornbaum direkt auf der städtischen Wasserleitung - hier muss die Säge ein Machtwort sprechen.
Lokales
Pfreimd
22.11.2014
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Das Wurzelwerk verursacht Schäden an Leitungen, deshalb müssen einige Bäume fallen. Im Pausenhof der Grundschule weichen sie einem Spielgerät.

Vom Elternbeirat kam im Frühjahr die Anregung, den Pausenhof der Grundschule etwas farbenfroher zu gestalten. Anstelle der eintönigen Fassade zieht nun ein Meeresmotiv mit Fischen die Blicke auf sich. Die grauen Pflasterzeilen wurden mit abwechslungsreichen Farbtupfen aufgepeppt. Nun soll das Ganze noch bereichert werden durch ein Klettergerüst, das sowohl den Kindern der Grundschule wie auch des Kinderhorts zur Verfügung steht.

Mit den örtlichen Gegebenheiten machte sich am Mittwoch der Bauausschuss vertraut. Der geplante Einbau des Spielgerätes erfordert aufwendige Erd- und Fundamentarbeiten, berichtete Bürgermeister Richard Tischler, da die Baustelle mit herkömmlichen Fahrzeugen und Geräten nicht erreichbar ist. Der Pausenhof ist auf vier Seiten von Schulgebäuden umgeben, lediglich auf einer Seite besteht für Kleingeräte wie Minibagger eine Zufahrt.

Angebote einholen

Am vorgesehenen Standort für das Spielgerät fristen zwei Bäume inmitten der Asphaltfläche ihr Dasein. Durch etliche Wurzeln hebt sich bereits die Teerdecke, was zu Unebenheit und Stolperfallen führt. Somit fiel es dem Gremium bei einer Gegenstimme nicht allzu schwer, sich für eine Beseitigung der Bäume auszusprechen. Nach den notwendigen Erd- und Fundamentarbeiten wird dort ein Klettergerüst montiert. Als Fallschutz ist in diesem Bereich ein loses Schüttmaterial einzubauen. Auf dieser Grundlage kann die Verwaltung nun Angebote einholen. Entlang der Schulstraße wird die Sportanlage von einer Reihe von Bäumen eingesäumt. Ein Teil davon wurde bereits in den zurückliegenden Jahren auf Wunsch der Anwohner beseitigt. Nun lag erneut ein Antrag eines Anwohners vor, der sich über starken Laubfall, durch den die häusliche Entwässerungsleitung verstopft wird, beklagte. Da es jedoch technische Möglichkeiten gibt, dies einzugrenzen, war die Mehrheit des Bauausschusses gegen die Beseitigung der Linde.

Anders stellte sich die Situation in der Grünsfelder Straße bei der Abzweigung der Von-Rieneck-Straße dar. In der dortigen Grünanlage steht ein Ahornbaum direkt auf der städtischen Wasserleitung und hat bereits die Schieberarmaturen samt Umrandungsplatte verdrückt. Hier gab es ein einstimmiges Votum für ein ersatzloses Fällen. Entlang der gesamten Georg-Ludwig-Straße prägen in den Seitenstreifen gepflanzte Ahornbäume das Straßenbild. Nun haben sich mehrere Anwohner im Rathaus gemeldet. Sie beklagen einerseits erste Schäden an den Granit-Einzeilern durch Wurzelwerk, andererseits intensive Verschmutzung der Grundstücke durch Samenflug und Laub. Bei weiterem Wachstum ist mit zunehmenden Schäden an öffentlichen und privaten Anlagen zu rechnen. Das Gremium sprach sich für die Rodung mit Ersatzpflanzung aus.

Rückstau droht

Zwei weitere Bäume müssen zur Sicherung der Entwässerungsleitungen im Bereich der städtischen Grünanlage am Naabweg weichen. Bei einer Kanalspülung wurde in großem Umfang eingewachsenes Wurzelwerk festgestellt, das bei Starkregen zu Verstopfung und Rückstau in den Hauptkanal der Bahnhofstraße geführt hätte. Um diese Gefahr auszuschließen, befürwortete der Bauausschuss auch die Beseitigung der beiden Bäume.
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