Drei junge Priester gestalten gemeinsamen Gottesdienst in Stadtpfarrkirche - Am Ende ...
Berufung mit Verliebtsein vergleichbar

Neupriester Martin Popp aus Maxhütte-Leonberg predigte. Bild: hfz
Lokales
Pfreimd
09.07.2015
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Zu einem Vorabendgottesdienst der besonderen Art waren drei junge Priester gekommen, um mit mehreren hundert Gläubigen in der voll besetzten Stadtpfarrkirche die Messe zu feiern.

Hauptzelebrant war Neupriester Christoph Leuchtner aus Haidmühle im Bayerischen Wald, der eine Woche zuvor von Bischof Stefan Oster im Passauer Dom die Weihe empfangen hatte und in Pfreimd nun seine erste Nachprimiz feierte. Ihm zur Seite stand der Neupriester Martin Popp aus Maxhütte-Leonberg, der ebenfalls erst eine Woche zuvor in Regensburg von Bischof Rudolf Voderholzer geweiht worden war. Da seine Heimatprimiz noch vor ihm lag, konzelebrierte er nicht, hatte sich aber bereiterklärt, die Predigt zu halten. Konzelebrant war Ivan Rako aus dem Erzbistum Sarajevo, der in Regensburg Kirchenmusik studiert und ein Freund der Neupriester ist.

Pfarrgemeinderatssprecher Klaus Summer begrüßte - auch im Namen des anwesenden Stadtpfarrers P. Dr. Xavier Parambi - die Gäste und erläuterte den Grund ihres Besuchs. Sie waren der Einladung ihres Studienkollegen Peter Stubenvoll gefolgt, mit dem sie seit dem Beginn der Priesterausbildung in Freundschaft verbunden sind.

"Kleine Entschädigung"

Und so begann denn Martin Popp seine Predigt auch mit einem Zitat Stubenvolls aus dem Pfarrbrief: "Ja, Sie haben richtig gerechnet: 2015 hätte es in Pfreimd doch eigentlich wieder eine Primiz geben sollen. Nun hat aber der Herr bekanntlich einen anderen Weg der Berufung für mich vorgesehen." Dieser Festgottesdienst, so Popp augenzwinkernd, solle gewissermaßen eine kleine Entschädigung für die ausgefallene Primiz sein. Er stellte seine Predigt passenderweise unter das Thema der "Berufung" und wies darauf hin, dass der Begriff umgangssprachlich für viele Tätigkeiten verwendet werde. Im engeren und eigentlichen Sinne jedoch meine "Berufung", sein Tun ganz im Namen Gottes zu vollziehen. Insofern gebe es in der Kirche nicht nur Berufungen zum Priester- oder Ordensleben. Es brauche genauso engagierte Männer und Frauen, die in Ehe und Familie ihr Christsein mitten in der Welt bezeugten. Die Berufung durch Gott sei dabei durchaus mit dem Verliebtsein vergleichbar: Am Anfang überschwänglich, im Laufe der Zeit reflektierter, streckenweise nicht immer einfach, aber dafür umso inniger. Da Gott es sei, der beruft, werde er schon wissen, was für die Kirche am besten sei und wen er auf welchen Weg führe.

Peter Stubenvoll dankte den drei jungen Priestern am Ende des Gottesdienstes für ihr Kommen und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass neben vielen Gästen auch die Pfreimder so zahlreich gekommen waren. Der Projektchor hatte die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernommen. Nach der Messe und dem allgemeinen Primizsegen bestand noch die Möglichkeit, sich von den Neupriestern die Hände auflegen zu lassen und den Einzelprimizsegen zu empfangen.
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