Geschichte von Pfreimd reicht weit zurück
Burg und slawische Siedlungen

Lokales
Pfreimd
07.11.2014
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Seit dem Jahr 1118 ist Pfreimd urkundlich existent. Sein Alter reicht jedoch weit in das Dunkel der Geschichte zurück. Die weite, sanft nach Osten ansteigende Talniederung, sowie die natürliche Insellage am Zusammenfluss von Naab und Pfreimd mit ihren Nebenarmen, war schon Rastplatz vorgeschichtlicher Eiszeitjäger. Nachzuweisen sind auch Siedlungen stein-, bronze- und eisenzeitlicher Menschen, gefolgt von Kelten und Slawen.

Befestigter Ort

Jüngste Ausgrabungsfunde im Bereich der ehemaligen Schlossanlage in der Ortsmitte bringen den Nachweis einer slawischen Siedlungsstätte, die sich bis ins 8./9. Jahrhundert nach Chr. zurückdatieren lässt. Schon vor 1156 muss eine Burg als Kernstück eines befestigten Ortes existent gewesen sein, da zu diesem Zeitpunkt bereits ein Meginhardus de Phrimede urkundlich greifbar wird. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts kann ein Kollegiatstift nachgewiesen werden und im Jahre 1216 wird das Dorf Pfreimd eigene Pfarrei. Die Kaufsverpflichtung, in die Feste Pfreimd 140 Pfund Regensburger Pfennige zu verbauen, bewirkte, dass bereits 1339 die "Feste stark gebaut, mit zwei Türmen, Vorwerken und guten Gräben versehen ist".

Gezielt gefördert, entwickelte sich die Ortschaft Pfreimd zunehmend. In einem Privilegiumsbrief vom 3. Januar 1372, in dem Landgraf Ulrich II. von Leuchtenberg Zuzugswilligen eine sechsjährige Steuerfreiheit in Pfreimd einräumte, wird Pfreimd erstmals als Stadt bezeichnet.

Feuer 1481

Ein katastrophales Feuer im Jahre 1481 legte fast die ganze Stadt in Schutt und Asche. Der Wiederaufbau war zwar größtenteils im Jahre 1497 abgeschlossen, doch wurde noch 1517 an der Pfarrkirche am Wiederaufbau gearbeitet.

Fortsetzung auf Seite 9
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