Große Trauergemeinde nimmt Abschied von Gerhild Pröls - Kindern viel gegeben
Mit Märchen Fantasie beflügelt

Lokales
Pfreimd
29.12.2014
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Um das, was sie ihren Mitmenschen gab, machte Gerhild Pröls nicht viele Worte. Doch ihre Märchen ließen die Augen leuchten, die der kleinen und großen Zuhörer.

Ihr Erzähltalent und ihr Geschick beim Gestalten der Osterkerze und der Kindergottesdienste - all das wurde gegenwärtig, als Gerhild Pröls am Samstag auf dem Pfreimder Friedhof zu Grabe getragen wurde. Die Pfreimderin war kurz vor Weihnachten im Alter von 79 Jahren verstorben.

Ehrung der Stadt

Stadtpfarrer Dr. Xavier Parambi zelebrierte das Requiem in der Stadtpfarrkirche. Er schilderte den Lebensweg der Verstorbenen und dankte ihr für das "gelebte Leben". Dr. Parambi bezeichnete die vierfache Mutter als "liebevolle Frau mit einem tiefen Mitgefühl für ihre Mitmenschen und vor allem für die Kinder". Sie waren es denn auch, die die Fürbitten sprachen.

Bürgermeister Richard Tischler betonte, dass Gerhild Pröls nicht nur vielfältig in der privaten Kinderbetreuung engagiert war, sondern sich seit 1997 mit besonderer Liebe dem Erzählen von Märchen widmete - sowohl für die großen als auch für die kleinen Besucher der Stadtbücherei als auch für die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes St.-Johannis-Stifts.

Ausdruck ihrer tiefen religiösen Einstellung war der ehrenamtliche Dienst im kirchlichen Bereich. "Etliche Jahre widmete sie sich mit großer Hingabe der Vorbereitung und Leitung von speziell ausgearbeiteten Kinder- und Jugendgottesdiensten. Mit großer Kunstfertigkeit gestaltete Gerhild Pröls von 1994 an alljährlich die Osterkerze für die Stadtpfarrkirche, begleitet von erklärenden Gebetsgedichten. Auch für die Hauskapelle des Altenheimes verrichtete sie mehrmals diesen uneigennützigen Dienst", so Bürgermeister Tischler.

Der Stadtrat beschloss im Januar 2013, Gerhild Pröls den Ehrenteller der Stadt zu verleihen. "Jedes Gemeinwesen braucht Frauen und Männer, die sich im sozialen, gesellschaftlichen oder kirchlichen Bereich unentgeltlich für ihre Mitbürger einsetzen. Nicht immer geschieht dies im Blick der öffentlichen Aufmerksamkeit. Umso mehr ist denen zu danken, die sich im Stillen für den Nächsten engagieren und nicht viele Worte um ihren Einsatz machen", betonte Tischler. Zu diesen Mitbürgern habe auch Gerhild Pröls gehört.

Brigitte Lösch erinnerte für den Pfarrgemeinderat, Renate Most für das Kolping-Team "Familie" an einen "lieben Menschen, der viel Licht in das Leben gebracht hat".
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