In Richtung schnelles Internet

Lokales
Pfreimd
06.07.2015
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Einen Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau unterzeichneten Richard Tischler, der Bürgermeister der Stadt Pfreimd, und Martin Schwandner als Vertreter der Gemeinde Trausnitz sowie der Vorstandsvorsitzende der Amplus AG, Christof Englmeier.

Die Stadt Pfreimd und die Gemeinde Trausnitz nehmen Fahrt in Richtung schnelles Internet auf. "Noch nie habe ich einen Vertrag so gerne unterzeichnet wie diesen", unterstrich Martin Schwandner die große Bedeutung, die die Gemeinde Trausnitz dem geplanten Projekt beimisst.

In Trausnitz, Köttlitz und Söllitz waren bisher brauchbare Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet eine Fehlanzeige. Erst vor einem halben Jahr war es im Gemeindehaus möglich, mittels Funk erstmals eine E-mail zu versenden. Dabei ist schnelles Internet zum wesentlichen infrastrukurellen Faktor geworden. "Es bleiben keine jungen Familien in einem Ort, indem keine vernünftige Internetanbindung besteht", ist die große Sorge des Gemeindevorstehers. Mit der Amplus AG und Dank der Förderung des Freistaates machen die Kommunen nun den Schritt ins neue Zeitalter.

"Wir haben uns bewusst nicht für die wirtschaftlichste, sondern für die zukunftsträchtigste Lösung entschieden", erläuterte Bürgermeister Schwandner die Entscheidung für die Amplus AG als Partner. Rund 20 Kilometer Glasfaserkabel sind notwendig, um die Gemeinde Trausnitz im ersten Schritt zu erschließen. Dabei kann in Trefnitz an das Glasfaserkabel der Gemeinde Guteneck angeschlossen und die Leitung bis Pamsendorf weitergeführt werden.

Ab dort nützt die Gemeinde Trausnitz den Synergieffekt mit der geplanten Windkraftanlage in Pamsendorf. Da der erzeugte Windkraftstrom zum Kraftwerk nach Trausnitz geleitet wird, soll im gleichen Zuge die Glasfaserleitung mit verlegt werden.

Im Bereich der Gemeinde Trausnitz sind sechs Kabelverzweiger geplant. Ab diesen KVz können dann mit Glasfaser die einzelnen Haushalte angeschlossen oder die bestehenden Kupferleitungen beibehalten werden. Je nach Kabelart und Entfernung zum KVz unterscheidet sich die Übertragungsgeschwindigkeit. Jeder Adresse wird eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 000 Kilobit pro Sekunde zu gesagt. Für den Bereich der Stadt Pfreimd sind 11,6 Kilometer Glasfaserkabel und fünf KVz für das Highspeed Internet notwendig. Erschlossen werden 275 Adressen in Stein, Weihern, Rappenberg und Hohentreswitz mit mindestens 30 000 Kilobit pro Sekunde.

Die Kosten belaufen sich für Trausnitz auf 643 000 Euro und für die Stadt Pfreimd auf 327 000 Euro. Der Fördersatz des Freistaates beträgt 90 Prozent. Für die Bauzeit sind zehn Monate angesetzt.
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