Nach Aserbaidschan und Korea

Vorfreude auf eine gute Saison: Julia Simon beim Wettkampf mit dem Luftgewehr. Bild: (dl)
Lokales
Pfreimd
28.01.2015
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Das Kleinkaliber-Gewehr ist ihre große Stärke. Mit Sondertrainingseinheiten will sich Julia Simon bei internationalen Wettbewerben an die Spitze schießen.

Die 23-jährige Pharmaziestudentin aus Süß ist auf dem Weg zur absoluten Spitze in Deutschland. Mehrere persönliche Rekorde und zahlreiche nationale und internationale Topleistungen pflasterten ihren Weg im Sportjahr 2014. Bereits im Frühjahr zeigte sich schon an, dass dies ihr Jahr sein sollte. Beim Internationalen Wettkampf in Berlin und Dortmund hielt sie mit der Weltspitze mit.

Beim ISW in Berlin gewann sie den Kleinkaliber Wettkampf 3x20 mit einem absoluten Spitzenergebnis von 587 Ringen. Mit 194 Ringen liegend, 200 Ringen stehend und 193 kniend war sie klare Siegerin in der Damenklasse. Auch bei nationalen Wettkämpfen und Ranglistenturnieren in München und Hannover, die entscheidend für die Qualifikation in den Nationalkader sind, konnte sie Topleistungen abrufen.

Im Nationalkader

Den letzten Baustein für ihre Nominierung in den Bundeskader erzielte sie bei der deutschen Meisterschaft auf der Olympiaschießanlage in München/Hochbrück. Bundestrainer Claus-Dieter Roth hatte sie daraufhin in den Nationalkader berufen und erwartet von dem Talent für die Zukunft noch so einiges. Äußerst knapp verfehlte sie mit einem vierten Platz bei der Ausscheidung zur Europameisterschaft in Arnheim/Niederlande die Norm.

400 Ringe

In drei Durchgängen mit dem Luftgewehr fehlte der 23-jährigen zum Schluss nur ein einziger Ring auf Platz drei. Dabei erzielte sie in einem Durchgang sogar die optimale Ringzahl von 400, dies ist bisher nur wenigen Schützen vor ihr gelungen.

Julia Simon machte mit elf Jahren ihre ersten Schritte beim Schützenverein Edelweiß Süß. Mit zwölf Jahren wurde sie in den OSB-Schülerkader aufgenommen und durchlief alle Stationen. 2010 und 2011 war sie bereits im DSB-Juniorennationalkader. Stets lobten die Trainer Horst Bauer, Josef Haberl und Robert Senft den enormen Trainingsfleiß der ehrgeizigen Schützin. Im vergangenen Jahr wurde sie mit der Mannschaft von HSG München deutscher Meister mit dem Luftgewehr.

2015 geht sie für die mittelfränkische Mannschaft Petersaurach in der Bundesliga an den Start. Im letzten Wettkampf gegen Königsbach bezwang sie ihren Gegner Andre Link mit 397:396 Ringen. Im zweiten Wettkampf, bei dem man es mit dem Vorjahresmeister der HSG München zu tun hatte, zeigt die Studentin keine Schwäche. Nach Ringgleichheit mit 394 hatte ihre Gegnerin, die Koreanerin Ser Xiang Wie, beim Stechschuss mehr Glück und holte den Punkt für Petersaurach.

Trotz diesem optimalen Jahr sind die Ziele der gebürtigen Sulzbach-Rosenbergerin und aus Süß stammenden Schützin noch nicht erreicht. Sie will auch bei internationalen Wettkämpfen punkten. Möglichkeiten wären im Juni bei den Europaspielen in Baku/Aserbaidschan, im Juli bei der Universiade in Gwangju/Korea oder bei der Europameisterschaft mit dem Kleinkaliber in Maribor/Slowenien. Im Oktober stehen die 6. CISM World Games in Mungyeong/Korea an. Konkrete Pläne hat sich die Oberpfälzerin auch schon zurechtgelegt. Neben den Lehrgängen vom Deutschen Schützenbund und dem OSB Kader will sie mit ihrem Studium etwas kürzer treten und noch verstärkt Sondertrainingseinheiten absolvieren, um den einen oder anderen Ring herauszuholen.

Neue Wunderwaffe

Auch an der Ausrüstungsschraube wird gedreht und im neuen Sportjahr die neue Kleinkaliber Wunderwaffe "Bleiker" präsentiert. Mit optimaler Vorbereitung, psychisch und physisch in Top Verfassung und mit ein bisschen Glück könnte es 2015 klappen.
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