Neue Räder an den Zügen statt Lärmschutzwände - SPD-Politiker beim Bürgermeister - Auch ...
Elektrifizierung auf leisen Sohlen

Lokales
Pfreimd
26.11.2014
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Da waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig: Eine Elektrifizierung der Bahnstrecke von Regensburg nach Hof darf nicht ohne effektive Lärmschutzmaßnahmen vonstatten gehen. Als SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder und SPD-Landtagsabgeordneter Franz Schindler bei Bürgermeister Richard Tischler zu Besuch waren (wir berichteten), brachte das Stadtoberhaupt auch dieses Thema zur Sprache. "Den Lärmschutz bringe ich bei jedem Gespräch mit der Bahn in Berlin an - ich glaube, mittlerweile haben sie es verstanden", sagte Schieder, für die gleichzeitig aber die Elektrifizierung eine richtige und wichtige Maßnahme war: "Güter auf die Schiene ist die richtige Devise". Franz Schindler setzte große Hoffnung in die neuen Räder, die die Züge künftig deutlich leiser machen werden.

Ein weiteres Thema der Zusammenkunft war die Asylpolitik. Bürgermeister Tischler war klar: "Den Menschen muss geholfen werden - auch in Pfreimd". Allerdings gibt es in der Stadt ein kleines Problem: Als am Rand des Gewerbegebietes "An der Wernberger Straße" ein Wohnhaus entstehen hätte sollen, gab es wegen der Nähe zu den Betrieben keine Genehmigung seitens des Landratsamtes. Nun sollen aber 70 Asylbewerber in einem Gebäude in eben jenem Areal untergebracht werden. "Jetzt ist es plötzlich zumutbar", wunderte sich das Stadtoberhaupt.

Das hat zur Folge, dass nicht nur die dort lebenden Menschen durch die Unternehmen beeinträchtigt, sondern auch die Firmen in ihrer Entwicklung und Nutzung eingeschränkt werden könnten. "Nicht realistisch", schätzte das Franz Schindler ein. Er riet dazu, "angesichts der Not eine Ausnahme zu machen, aber der Bestand soll nicht gefährdet werden".

Wie steht es um die Finanzen? Das wollte Schindler abschließend von Tischler wissen. Das Stadtoberhaupt schilderte den Politikern darauf das Dilemma, in dem sich die Kommune befindet. Für weitere Industrie- und Gewerbegebiete ist nämlich wegen der Topographie und der Nähe zum Gebiet der Stadt Nabburg schlicht kein Platz mehr.
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