Nichts zu meckern

Lokales
Pfreimd
13.10.2014
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Doppelten Grund zum Feiern hatte am Sonntagnachmittag die Kreisgruppe Schwandorf des Bundes Naturschutz. Beim Goiß'nfest in Stein geleitete der BN die Ziegen nach der Weidesaison mit Musik ins Winterquartier und feierte zugleich das 40-jährige Bestehen der Kreisgruppe.

Seit 40 Jahren hat sich die BN-Kreisgruppe Schwandorf dem Umweltschutz verschrieben. In dieser Zeit wurden viele Projekte zum Schutz der heimischen Natur organisiert. Eines davon ist das Trockenhang-Biotop in Stein mit seltener und schützenswerter Fauna. Die Pflege dieses Bewuchses übernehmen die Ziegen. Jedes Jahr im Oktober werden die Tiere beim Goiß'nfest mit Musik ins Tal geleitet und in ihr Winterquartier gebracht. Kult ist mittlerweile der von Rudi Lottner mit seiner Quetschn begleitete Geißenzug zum Oberdorf. Da konnten sich auch die Festbesucher wieder als Ziegenhüter betätigen. Nicht fehlen durfte dabei der stellvertretende Landrat und stellvertretende Vorsitzende der BN-Kreisgruppe, Arnold Kimmerl.

Ziegenkas und Zoigl

Im Tal warteten schon Hunderte von Besuchern. Beim Festbetrieb konnte sich jeder nach Herzenslust mit Kuchen, Ziegenkas, Heidschnuckensalami, Zoiglbier, deftigen Brotzeiten und - passend zur Jahreszeit - mit Federweißen sowie den beliebten Rustikalstangerln verwöhnen. Die Ziegen genossen die Streicheleinheiten der Kinder und leckere Zweiglein. Wer wollte, konnte sein Glück als Goldwäscher versuchen. Ständig belegt war das Kinderkarussell. Alois Biehler bot Kutschfahrten durch das malerische Pfreimdtal an.

Zum 40-jährigen Bestehen der Kreisgruppe gab es eine kleine Fotoausstellung. Wer sich näher für das Steilhangbiotop interessierte, konnte an einer Führung teilnehmen. Gottfried Blank erläuterte die Besonderheiten des Biotops. Einen kleinen offiziellen Teil gab es an diesem Nachmittag auch. Kreisvorsitzender Klaus Pöhler zeigte sich sehr erfreut darüber, dass so viele Besucher wieder den Weg zum Goiß'nfest gefunden hatten. Pöhler verwies noch auf eine Aktion des Bund Naturschutzes: die Gründung der europäischen Bürgerinitiative gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA. "Hier werden in Zukunft sämtlichen genmanipulierten Produkten Tür und Tor geöffnet", kritisierte Pöhler. Durch das Freihandelsabkommen entstünden keine neuen Arbeitsplätze. Die Erfahrungen mit dem Abkommen zwischen Mexiko und den USA hätten das bewiesen: Hier seien 300 000 Arbeitsplätze vernichtet worden.

In seiner Eigenschaft als stellvertretender Landrat dankte Arnold Kimmerl für die Arbeit des Bund Naturschutzes: "Der Landkreis hat die Projekte unterstützt und tut dies auch weiterhin".
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