Offene Türen zu Neuem

Sieben Mädchen und zwei Jungen wurden bei der Abschiedsfeier der Landgraf-Ulrich-Schule Pfreimd als Schulbeste der Mittlere-Reife-Klasse M10 und der neunten Abschlussklasse geehrt und mit Geschenkgutscheinen ausgezeichnet. Bild: ee
Lokales
Pfreimd
27.07.2015
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Türen als Symbol für das Betreten und Durchschreiten von Räumen, das Abschiednehmen, aber auch das Erschließen von neuen Möglichkeiten zogen sich als Motto durch die Entlassfeier der Landgraf-Ulrich-Schule Pfreimd.

Bei dieser Feier erhielten 19 Schüler der neunten Jahrgangsstufe sowie 27 Absolventen des Mittlere-Reife-Zuges ihre Zeugnisse und wurden in würdigem Rahmen von ihrer Schule verabschiedet - alle mit einem erfolgreichen Abschluss.

Eingeleitet wurde die Feier in der Aula der Schule mit einem von Pastoralreferent Christian Irlbacher, Pfarrerin Irene Friedrich und Religionslehrerin Claudia Deiner kreativ und sorgfältig vorbereiteten Dankgottesdienst. Im Beisein zahlreicher Eltern, Lehrkräfte und Gäste standen auch hier Türen im Mittelpunkt. "Ihr habt immer wieder neue Türen durchschritten, nach drinnen und nach draußen. Jetzt warten neue Türen, die geöffnet werden sollen, und wenn ihr nicht mehr weiter wisst, könnt ihr euch getrost an Gott wenden", gab es einen wohlgemeinten Rat.

"Mit euch war an der Schule immer etwas los!", sangen die Grundschulkinder unter der Leitung von Lehrerin Elisabeth Maier und sagten den Großen auf frische Weise Goodbye. Für den weiteren musikalischen Hintergrund mit perfekten Zwischenspielen sorgten Miriam und Melanie Dunka per Gitarre und Gesang, und verdienten sich tosenden Applaus.

Tränen der Rührung

Für Statistiken, Prozent-, Durchschnitts-, Vergleichs- oder Zeugniswerte ist bei Abschlussfeiern an der Landgraf-Ulrich-Schule seit Jahren kein Platz; Emotionen, Rückblick und zwischenmenschliche Töne bestimmen das Programm, und so flossen nicht wenige Tränen des Abschieds und der Rührung.

Konrektorin Angelika Ibler, Klassenleiterin des Mittlere-Reife-Zuges M10, blickte auf drei anstrengende gemeinsame Jahre zurück, in denen es galt, zueinander zu finden und zu lernen, "Verantwortung für euch zu übernehmen und andere wertzuschätzen und zu respektieren". Die Konrektorin zeigte sich stolz auf ihre 27 erfolgreichen Schülerinnen und Schüler: "Ihr habt alle den erfolgreichen Abschluss der Mittleren Reife in der Tasche, sehr viele sogar mit einer Eins vor dem Komma. Ihr geht jetzt weiter euren schulischen Weg oder beginnt eine Ausbildung. Ich werde euch schrecklich vermissen!"

Der Dank der Schule gelte den Eltern für stets gute Zusammenarbeit, dem Elternbeirat, besonders Eta Schreiner-Sperl und Mona Bock, dem Hausmeisterehepaar Schmittner, der Schulsekretärin Renate Baumer sowie allen so engagierten Kolleginnen und Kollegen für deren uneingeschränkte Loyalität.

Pfreimds stellvertretender Bürgermeister Hubert Betz überbrachte die Grüße der verhinderten Kollegen Richard Tischler und Martin Schwandner und zitierte aus "Max und Moritz": "Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss." Dank des offenen Bildungssystems stünden zum Glück für alle noch so viele Wege offen. Die Kinder und Schüler würden schon immer die jeweilige Gesellschaft widerspiegeln, erinnerte der Bürgermeister und bedankte sich bei Konrektorin Angelika Ibler für die "sicher nicht leichte Zeit" als stellvertretende Schulleiterin.

"Ich bin stolz auf euch"

Lehrerin Melanie Meier-Schott lobte ihre 19 Neuntklässler, die alle mit einem erfolgreichen Mittelschulabschluss und fast alle mit dem "Quali" die Schule verlassen: "Ich bin stolz auf die Personen, die ihr geworden seid. Ich bin stolz auf eure Leistungen. Bis zuletzt habt ihr hoch motiviert gearbeitet. Ob als Schülerlotsen oder Pausenhelfer und bei so vielen Gelegenheiten - ihr wart immer bereit, für die Schule da zu sein. Ich war immer sehr gerne eure Lehrerin."

Die Klassensprecher Monika Koch und Stefan Igl gaben die Komplimente gerne zurück: "Eine bessere Lehrerin wie sie, Frau Meier-Schott, hätten wir uns nie vorstellen können." Für die Lehrerin gab es je eine Rose für ihre guten Eigenschaften und einen "süßen Dank" für alle Lehrkräfte, die "manchmal ihre letzten Nerven geopfert haben. Wir sind am Ziel und die Lehrer am Ende!"

Lob für die Lehrer

Ähnlich äußerten sich die Sprecher der M10, Natascha Müller und Niklas Bauer, die besonders ihrer Klassenlehrerin Angelika Ibler dankten: "Sie haben immer an uns geglaubt!" Und: "Ohne den Einsatz der Lehrkräfte wären wir nicht da, wo wir jetzt stehen." Klassenelternsprecherin und Elternbeiratsvorsitzende Eta Schreiner-Sperl sorgte mit einem humorvollen Rückblick für nachdenklich schmunzelnde Gesichter.

Mit der Überreichung der Zeugnisse, der traditionellen Ehrung der Schulbesten und einem kleinen Imbiss endete eine überaus harmonische Feier, bei der es für alle Schüler und Lehrer auch Schlüsselbänder vom Elternbeirat gab - schließlich gilt es für alle aufs Neue, Türen aufzuschließen und zu durchschreiten.
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