Trauung von Stadträtin Katrin Zapf - Vize-Bürgermeisterin verzapft den Zuber
"Besonders stabile Gefäße"

Stadträtin Katrin Zapf (Zweite von rechts) und Frank Zuber schlossen in Pfreimd den Bund der Ehe. Die Trauung nahm Zweite Bürgermeisterin und Zapfs Fraktionskollegin Dr. Johanna Mertins (Mitte) vor. Glückwünsche kamen auch von Frauen-Union und CSU, vertreten durch Brigitte Hammer und Gisela Hösl (von links). Bild: Völkl
Lokales
Pfreimd
04.09.2015
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Es war für beide eine Premiere: Stadträtin Katrin Zapf hatte sich gewünscht, von ihrer CSU-Fraktionskollegin Dr. Johanna Mertins getraut zu werden.

Da die Zweite Bürgermeisterin und Dritter Bürgermeister Hubert Betz seit Beginn der neuen Amtsperiode nach einem Standesamtskurs Ehen schließen dürfen, erfüllte Dr. Mertins diesen Wunsch gerne und sparte auch nicht mit Bonmots, als die 29-Jährige Bankbetriebswirtin und ihr künftiger Mann Frank Zuber (35) im stilvollen Trauzimmer vor ihr saßen. "Das ist mein Tag, ich sage Ja" sang Angelie Windhager zur Gitarrenbegleitung von Rainer Piehler.

Dr. Mertins ging bis ins 16. Jahrhundert zurück, als die Frau mit der Ehe unter die Vormundschaft des Mannes gestellt wurde. "Diese Zeiten sind vorbei". Katrin Zapf ist seit sieben Jahren Mitglied des Stadtrates: "Ein geschätztes und kompetentes Mitglied, dem, wenn es um Zahlen geht, weder Männer noch Frauen etwas vormachen können". Ihr Mann Frank Zuber, von Beruf Ingenieur, sei "in seiner ruhigen Art ein guter Ratgeber."

Die Zweite Bürgermeisterin spannte den Bogen vom Stadtrat zur Partnerschaft. Zuhören können, Meinungen gelten lassen, Bereitschaft zu Kompromissen: "Die Ehe ist die Politik im Kleinen". Der Unterschied sei - die Liebe. Katrin Zapf und Frank Zuber haben sich vor 13 Jahren kennengelernt - in der Kirche. Beide joggen und radeln gerne, haben ein Faible für Fußball und den FC Bayern.

Dr. Mertins hatte, die Nachnamen betreffend, eine amüsante Verknüpfung entdeckt. Auch im sprachlichen Sinne passe Frank's Zuber zu Katrin's Zapf: "Schon im Mittelalter war ein verzapfter Zuber ein Begriff für besonders stabile und haltbare Gefäße".

Diese Stabilität wünschte Dr. Mertins dem Brautpaar, das nach der Trauung durch ein Rosenspalier der Frauenunion und CSU schritt. Vorsitzende Gisela Hösl spielte auf das "etwas reifere Alter" der Gratulanten an und reimte: "Noch könnt ihr es zum Guten wenden, schafft Nachwuchs, sichert unsere Renten".

Freunde des Brautpaares gratulierten mit einem roten Herz auf weißem Leinen, dem die frisch Vermählten mit der Schere Kontur geben mussten. Dann durfte Frank Zuber seine Katrin - jetzt Zuber - mit Herz übers Herz ins Eheleben tragen.
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