Umrüstung der Straßenlampen senkt Kosten
Leuchten und sparen

Richard Fritsch (links) und Jürgen Kellner (Dritter von links) erläuterten Bürgermeister Richard Tischler (rechts) und Christian Hechtl von der Bauverwaltung (Zweiter von links) das Einsparpotenzial, das in den umgerüsteten Straßenlampen liegt. Bild: Völkl
Lokales
Pfreimd
17.12.2014
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Es läuft unter "normaler Wartung", doch Stadt und Bayernwerk schlagen mehrere Fliegen mit einer Klappe: Mit der Umrüstung von 783 Straßenlampen werden der Verbrauch und der CO2--Ausstoß gesenkt. Die jährliche Kostenreduzierung im Haushalt: Fast 34 100 Euro. In fünf Jahren hat sich die Umstellung auf effizientere Beleuchtung "gerechnet". Insgesamt investiert die Kommune dafür 160 000 Euro.

Seit Jahresbeginn rüstete das Bayernwerk im Auftrag der Stadt die Straßenbeleuchtung in Pfreimd und den Gemeindeteilen um. Zum Einsatz kam auch LED-Technologie. Das Konzept ist nun abgeschlossen. Insgesamt 783 Straßenlampen wurden umgebaut. 272 davon erhielten LED. Die übrigen 511 Leuchten wurden mit TCL-Kompaktleuchtstofflampen ausgestattet.

Bürgermeister Richard Tischler und Christian Hechtl von der Bauabteilung ließen sich vom Kommunalbetreuer des Bayernwerks, Richard Fritsch, und Jürgen Kellner vom Netzcenter Schwandorf über den aktuellen Stand der Umrüstung informieren. Davon profitiert die Stadt Pfreimd sowohl ökonomisch als auch ökologisch: Die jährliche Energieeinsparung von über 188 000 Kilowattstunden spricht für sich. Der Verbrauch sinkt von momentan 343 000 Kilowattstunden pro Jahr auf künftig knapp 155 000 Kilowattstunden. Das bedeutet eine Energieeinsparung von knapp 56 Prozent. Der jährliche CO2-Ausstoß in Pfreimd geht um gut 90 Tonnen zurück.

"Wir bieten den Kommunen eine Straßenbeleuchtung nach dem neuesten Stand ohne technisches Risiko bei gut kalkulierbaren Kosten", beschreibt Fritsch dieses Dienstleistungskonzept. Die bislang eingesetzten Quecksilberdampfleuchten werden aufgrund einer EU-Vorschrift ab 2015 vom Markt genommen. Spätestens dann werden diese Leuchtmittel im Ersatzfall durch neue, effiziente Leuchtmittel zu ersetzen sein. LED-Leuchten werden die konventionelle Technik Schritt für Schritt ablösen. Die Lebensdauer der LED-Leuchten beträgt nach Herstellerangaben 12 bis 15 Jahre, damit verringern sich folglich auch Ausfälle und Störungen. Auch ökologisch punkten LED-Leuchtmittel: Laut Fritsch enthalten sie kein Schwermetall. Das Licht hat einen sehr geringen UV-Anteil, was die Leuchten "für Insekten praktisch unsichtbar macht".

Bürgermeister Richard Tischler freute sich, dass die Umstellung, die noch sein Amtsvorgänger Arnold Kimmerl initiiert hatte, fast unbemerkt und ohne Beschwerden vollzogen wurde. Lediglich eine Anwohnerin hatte mitgeteilt, dass es im Schlafzimmer zu hell geworden sei. Dem konnte abgeholfen werden.
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