Ungebremst auf einen Sattelzug

Auf das Heck dieses Sattelzugs war der 47-Jährige geprallt. Bremsspuren fanden sich nicht.
Lokales
Pfreimd
08.04.2015
2
0

Ein tödlicher Verkehrsunfall ereignete sich am Dienstagmorgen auf der A 6. Für den 47 Jahre alten Fahrer eines Kleinlastwagens gab es trotz aller Bemühungen keine Rettung mehr.

(am/bkf) Der Unfall passierte kurz nach 6 Uhr. Zu dieser Zeit befand sich ein 47-jähriger Mann aus dem nördlichen Landkreis Schwandorf am Steuer eines Kleintransporters auf der Autobahn. Zwischen dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald und der Anschlussstelle Nabburg-West nahm das tragische Geschehen, das ihn letztlich das Leben kostete, seinen Lauf. Nach ersten Ermittlungen der Polizei prallte der Kleinlastwagen in Fahrtrichtung Nürnberg ungebremst und mit voller Wucht in das Heck eines Sattelzuges, den ein 33-jähriger Kraftfahrer aus Estland steuerte. Der Auffahrunfall ereignete sich an der Steigung rund 500 Meter nach dem Autobahnkreuz auf dem rechten Fahrstreifen. Bei dem Zusammenstoß wurde die Front des Transporters massiv eingedrückt und der 47-Jährige eingeklemmt. Der Chauffeur des Sattelzuges konnte erst rund 200 Meter weiter auf dem Standstreifen anhalten.

Kurz nach Einlieferung tot

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Pfreimd, Oberköblitz und Wernberg, die mit rund 80 Einsatzkräften ausgerückt waren, mussten den schwerstverletzten Fahrer mit hydraulischem Gerät aus dem Wrack befreien. Dabei kamen zwei Rettungssätze mit Zylinder, Spreizer und Schere zum Einsatz. Die Helfer entfernten zuerst die Türen und bogen dann den demolierten Vorbau weg, um den Mann nach hinten über den leeren Laderaum herauszubringen. Der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes und der Notarzt versorgten ihn in der Zwischenzeit über diesen Laderaum.

Nach der Befreiung aus dem deformierten Fahrzeug musste er mit dem Rettungshubschrauber in ein Regensburger Krankenhaus geflogen werden. Bereits an der Unfallstelle war klar: Es bestand akute Lebensgefahr. Schließlich gab es für den 47-Jährigen keine Rettung mehr. Er verstarb kurz nach der Einlieferung in die Klinik. Die Autobahn A6 musste nach dem Verkehrsunfall für über drei Stunden in Fahrtrichtung Nürnberg gesperrt werden. Die Feuerwehr richtete unterdessen eine Umleitung ein. Zur Klärung der genauen Unfallursache rief die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen an den Einsatzort.

Aufgrund der Auswirkungen des Unfalles kam es den ganzen Vormittag über zu Behinderungen im Bereich des Autobahnkreuzes. Die weitere Sachbearbeitung übernahmen Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Amberg.

Der am Sattelzug entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10 000 Euro. Der Kleintransporter besaß nach dem Unfall nur noch Schrottwert. (Seite 4)
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.