"Wohnlöwe" in der Altstadt

Das vorgeschlagene Förderprojekt der Stadt Pfreimd: Sie möchte das frühere Gasthaus "Goldener Löwe" zum "Wohnlöwen" mit Appartements für jugendliche Azubis umbauen. Bild: Völkl
Lokales
Pfreimd
05.11.2015
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Wer kennt das Problem nicht: Jugendliche haben einen Arbeitsplatz, aber noch keinen Führerschein. Die Stadt möchte deshalb ein Sonderwohnheim für auszubildende Jugendliche bauen und mit dem "Wohnlöwen" die Altstadt beleben.

(cv) Das Projekt und seine Kosten sind erst mal eine grob geschätzte "Hausnummer" von 1,8 Millionen Euro. Derzeit läuft eine Vorplanung, die dem Stadtrat in der nächsten Sitzung präsentiert werden soll. Laut Zweiter Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins, welche die Sitzung am Mittwoch leitete, gehe es aktuell lediglich darum, Maßnahmen rechtzeitig zur Förderung anzumelden - so wie es die Kommunen beispielsweise auch bei ihren Jahresanträgen für die Städtebauförderung handhaben.

Förderantrag stellen

In diesem Fall geht es nun um den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), für den die in einer Kooperation zusammengeschlossenen fünf Nachbargemeinden Pfreimd, Trausnitz, Wernberg-Köblitz, Nabburg und Schwarzenfeld gemeinsam ein Paket schnüren und die Projekt-Ideen nach Prioritäten geordnet melden. Aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung sollen fünf Maßnahmen gefördert werden. An erster Stelle ist das Pfreimder Projekt aufgelistet. Die Stadt hat bekanntlich das frühere Gasthaus "Goldener Löwe" , Landgrafenstraße 9, gekauft, um in der Altstadtsanierung voranzukommen. Aus dem "Golden Löwen" soll ein "Wohnlöwe" werden, ein Sonderwohnheim mit zehn Appartements für Jugendliche, die es von ihrer Wohnsituation aus schwer haben, zu ihrer Ausbildungsstätte zu kommen. 1,8 Millionen Euro wurden angesetzt, davon werden 500 000 förderfähige Kosten für das Jahr 2016 beantragt, der Rest auf die folgenden beiden Jahre verteilt. Gerechnet wird mit 70 Prozent Förderung. Wie sich etwaigen Einkünfte aus Vermietung auswirken, steht noch im Raum. Den Projektvorentwurf präsentiert Architekt Konrad Kraus in der nächsten Sitzung mit genaueren Schätzungen.

Das Förderpaket umfasst neben dem Pfreimder "Wohnlöwen" in Nabburg den Umbau des ehemaligen Sparkassengebäudes in ein Gründerzentrum mit einem ersten Förderansatz im Jahr 2017, in Schwarzenfeld den Sitz für einen interkommunalen Jugendkurator (erster Ansatz 2018), in Wernberg/Trausnitz ein Kultur- und Theaternetzwerk (erster Ansatz 2018) und in Pfreimd (Ansatz ab 2020) nochmals ein Altstadtprojekt im Hammerhof 2/Freyung 28: ein Kulturspital, das die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt. Insgesamt beträgt das Volumen der von 2016 bis 2020 zur Förderung angemeldeten Projekte 8,6 Millionen Euro. Der Stadtrat stimmte der Vorlage zu.
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