Anwalt der kleinen Leute

Bei der Veranstaltung der SPD Pfreimd sprachen der Nabburger Bürgermeister Armin Schärtl, MdB Marianne Schieder, Ortsvorsitzender Norbert Auer und Bürgermeister Richard Tischler (von links). Bild: Hirsch
Politik
Pfreimd
06.05.2016
31
0

Seit 40 Jahren veranstaltet der SPD-Ortsverein Pfreimd eine Kundgebung zum Tag der Arbeit. "Es lohnt sich nach wie vor , für Gerechtigkeit in der Arbeitswelt einzutreten", sagte Vorsitzender Norbert Auer in der Landgraf-Ulrich-Halle.

Auer wünscht sich "sichere, gute Arbeitsplätze, damit die Menschen auch Zeit zum Leben haben". Bürgermeister Richard Tischler empfiehlt "Wachsamkeit bei TTIP, denn das Freihandelsabkommen kann Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben". Sein Nabburger Kollege Armin Schärtl befürchtet: "Für die Arbeitnehmer werden die Zeiten nicht leichter". Deshalb sei die Gewerkschaft als "Anwalt der kleinen Leute wichtiger denn je".

"Wenn die Gesellschaft beieinander bleiben will, müssen die Arbeitnehmer Anteil am Wohlstand haben", ist SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder überzeugt. Dass es dem Land "so gut wie nie" gehe, sei auch ein Verdienst der Gewerkschaften. Stolz ist die SPD-Politikerin auf den gesetzlichen Mindestlohn, der vier Millionen Menschen im Schnitt 18 Prozent mehr Lohn einbringe. Der Mindestlohn müsse auch für Flüchtlinge gelten, "damit sich kein Parallel-Arbeitsmarkt entwickeln kann". "CSU-Populismus" nennt Marianne Schieder den Vorstoß für die "Rente mit 70". Wer den "Kampf Jung gegen Alt" vermeiden möchte, müsse das traditionelle Umlageverfahren stärken und eine Mindestrente als Anerkennung für die Lebensarbeitsleistung sichern.

80 Milliarden im Jahr


Der Bund zahle jetzt schon jährlich 80 Milliarden Euro in die Rentenkasse. Bei der Leih- und Zeitarbeit kündigt die Bundestagsabgeordnete "Korrekturen" an. "Auch wenn sie die Union derzeit blockiert". Die Nachqualifizierung von benachteiligten Jugendlichen hält Marianne Schieder für dringend geboten, "denn 40 000 Ausbildungsplätze können nicht besetzt werden". Doppelt so hoch sei die Zahl derer, "die auf dem Ausbildungsmarkt keinen Fuß auf den Boden bekommen".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.