Bauausschuss berät über weitere Urnengräber
Baumgrab als Bestattungsform?

Über neue Formen der Urnenbestattung beriet sich der Bauausschuss auf dem Friedhofgelände. Bilder: hm (2)
Politik
Pfreimd
15.04.2016
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Bereits vier Jahre sind vergangen, seit die Stadt mit dem Bau einer inzwischen dritten Wand die Voraussetzung für die weitere Beisetzung von Urnen in Urnenkammern geschaffen hat. Von den 36 Kammern sind derzeit noch elf frei. Die Verwaltung sieht akuten Handlungsbedarf, sich über das künftige Konzept Gedanken zu machen.

Neben der Bestattung in Urnenkammern bietet die Stadt auch die Möglichkeit der Erdbestattung von Urnen an zwei Standorten, nämlich neben der Friedhofkirche Sankt Sigmund im Kirchenfriedhof und im Erweiterungsteil des städtischen Friedhofes. Hier wurden sogar zwei Mustergräber angelegt, um die Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Häufig kommt es in der Praxis auch zur Beisetzung von Urnen in bereits bestehenden Einzel- oder Doppelgräbern.

Alfred Hammer von der Verwaltung zeigte dem Bauausschuss noch eine weitere Variante der Urnenbeisetzung auf, nämlich in Form eines Baumgrabes. Hier wird die Urnenbestattung im kreisförmigen Umfeld eines größeren Baumes vorgenommen, wobei die Daten des Verstorbenen auf einem Bronze- oder Steinring, der den Baum umschließt, in Form von Plaketten angebracht werden. Um den Baum ist Platz für die Bestattung von bis zu 16 Urnen. Im Laufe der nächsten Monate sollten sich die Mitglieder des Bauausschusses nun Gedanken über das ab 2017 anstehende Gestaltungskonzept machen, so die Aufgabenstellung für die Stadträte.

Ausstattung aufwerten


Vor Ort sah sich das Gremium auch im Leichenhaus um und folgte dem Vorschlag der Verwaltung, die Ausstattung des Raumes mit neuen Lorbeersäulenbäumen, Aufbahrungsleuchtern und Weihwasserständern aufzuwerten. Keinen Handlungsbedarf sah man hinsichtlich der Friedhofwege, deren schlechten Zustand Stadtrat Franz Heininger moniert hatte.

Ein Anliegen war dem Bauausschuss noch die Verbesserung der Parksituation im Umfeld des Friedhofes. Insbesondere bei Beerdigungen reichen die vorhandenen Parkplätze bei weitem nicht aus. Doch nun bestehen durch die Schaffung von neuen Pendlerparkplätzen sowohl bei der Zufahrt zum Gewerbegebiet am Kalvarienberg wie auch in der Hirtenstraße bei der Firma Gerresheimer neue Parkmöglichkeiten für Pendler, die den Friedhofsvorplatz belegten. Das Gremium sprach sich bezüglich des Parkplatzes an der Hirtenstraße gegenüber der evangelischen Pauluskirche für die Einrichtung einer Parkscheibenzone mit Beschränkung auf eine Parkdauer von drei Stunden aus.

Stellplätze markieren


In Verbindung damit war auch der neue Pendlerparkplatz an der Schlossbergstraße Teil des Besichtigungsprogramms. Hinsichtlich der Ausführung der Oberflächenbefestigung sah man noch deutlichen Handlungsbedarf. Angesprochen wurden eine Absicherung der Stellplätze zum Graben hin, die Verbesserung der Platzaufschotterung und eine Markierung der Stellplätze. Alternativ soll nach Vorliegen einer Kostenermittlung der finanzielle Aufwand für die Asphaltierung geprüft werden.
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