Es bleibt bei 2,43 Euro pro Kubikmeter
Abwasserpreis stabil

Obwohl nicht auszuschließen ist, dass nach 13 Jahren in der Kläranlage noch so manche Reparatur anfallen kann, beschloss der Stadtrat, die Kanalgebühr für die nächsten drei Jahre nicht zu erhöhen. Bild: Huber
Politik
Pfreimd
02.04.2016
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Es gibt auch verbraucherfreundliche Nachrichten: Die Abwassergebühr erhöht sich für die nächsten drei Jahre nicht. Für die Pfreimder Bürger bleibt es bei 2,43 Euro pro Kubikmeter.

Als vor drei Jahren die Gebühren neu kalkuliert wurden, beschloss der Stadtrat eine Anhebung von 2,30 auf 2,43 Euro. Nun stand die Kalkulation für den nächsten Dreijahreszeitraum von 2016 bis 2018 an.

Verwaltungsamtmann Alfred Hammer schickte voraus, dass 2013 bis 2015 die Kosten gestiegen sind. Eine der Ursachen ist der Ruhestand eines Klärwärters und die Einarbeitung des Nachfolgers, was zu einer Doppelbelastung geführt habe. Neben den Personal- schlugen auch Mehrkosten für den Unterhalt betriebstechnischer Anlagen zu Buche. Bei 13 Jahren Betriebsdauer "fangen Teile an, nachzulassen". Folge: Ein Defizit von 23 669 Euro.

Alfred Hammer schlug trotzdem vor, von einer Gebührenerhöhung abzusehen. Denn es gibt ein deutliches Plus bei der verkauften Abwassermenge. Zurückzuführen ist das auf den Anschluss der Park-und WC-Anlage an der Autobahn und das Unternehmen DBL Merk, beide mit zusammen 20 000 Kubikmeter pro Jahr sehr abwasserintensiv. Betrug die Abwassermenge in den letzten drei Jahren 685 000 Kubikmeter, so wird in den nächsten drei Jahren mit 720 000 Kubikmeter kalkuliert.

CSU-Stadtrat Klaus Summer fand es grundsätzlich erfreulich, wenn der Abwasserpreis beibehalten werden kann. Doch man musste auch feststellen, dass es in den letzten drei Jahren nicht gelang, ein vorher angefallenes Defizit von 63 000 Euro wieder aufzufangen. Jetzt gehe die Stadt erneut mit einem 23 000 Euro-Defizit in die nächste Kalkulationsperiode. Man dürfe nicht erneut ein Defizit einfahren, dass die Stadt dann ja über den Haushalt finanzieren müsse.

Noch "Stellschrauben"


Sind manche Ansätze - wie der Unterhalt betriebstechnischer Anlagen - in der Kalkulation zu niedrig bemessen? Wenn wirklich mehr Reparaturen anfallen, hat die Verwaltung einige "Stellschrauben" zur Verfügung, so Alfred Hammer. Personalkosten, Klärschlammentsorgung und Kanalreinigung seien in den Ansätzen großzügig bemessen, um bei Bedarf Luft zu haben.

Mit den Gegenstimmen von Klaus Summer und Stefan Enders sprach sich der Stadtrat mehrheitlich für die Beibehaltung der Kanalgebühren von 2,43 Euro pro Kubikmeter aus.
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