Regierung der Oberpfalz sieht den Bedarf nicht ausreichend begründet
Hemmschuh für‘s Baugebiet?

Politik
Pfreimd
06.04.2016
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"Kann der Worst Case für unser neues Baugebiet eintreten, wenn ihm die Regierung der Oberpfalz nicht zustimmt?", fragte CSU-Stadtrat Klaus Summer. Ein Schreiben der Abteilung Städtebau sorgte im Gremium für Befürchtungen.

In Pfreimd wird der Bebauungsplan für das neue Baugebiet "Westlich der Nabburger Straße, Abschnitt III" auf den Weg gebracht. Bei der ersten Auslegung gaben die Träger öffentlicher Belange ihre Stellungnahmen ab. Eine davon kam von der Regierung der Oberpfalz. Sie hält sich an das Landesentwicklungsprogramm, wonach Innen- vor Außenentwicklung steht. Die Fachstelle sieht den Bedarf für eine Neuausweisung (27 Parzellen) von seiten der Stadt Pfreimd nicht ausreichend begründet. Eine Erhebung über die Baugrundstücke in der Stadt Pfreimd aus dem Jahr 2008 ist ihr nicht aktuell genug. Man wünscht eine neue Erhebung, um zu sehen, ob Pfreimd ein weiteres Baugebiet braucht oder der Bedarf auch mit den grünen Lücken im Stadtgebiet geschlossen werden kann.

Erneute Abfrage


Die Stadtverwaltung macht jetzt eine Fleißaufgabe. Zwei Mitarbeiter listen nun alle Besitzer von Baugrundstücken auf, schreiben sie an, ermitteln Verkaufsbereitschaft und Konditionen. Für Bürgermeister Richard Tischler spielt da auch der Preis eine Rolle. Alles über 100 Euro pro Quadratmeter sei nicht realisierbar. Inwieweit dieser Aspekt in die Regensburger Betrachtungsweise einfließt, ist offen.

Wenn die Stadt dann im Verfahren den Aufstellungsbeschluss gefasst hat und die zweite Auslegung läuft, kann die Regierung der Oberpfalz zu den neuen Gesichtspunkten erneut Stellung beziehen. Bürgermeister Tischler hofft, dass durch die nun laufende Neuerhebung der Bauflächen die Vorbehalte der Abteilung Städtebau zum neuen Baugebiet ausgeräumt werden können. Falls nicht, gebe es noch eine andere Option: Die Kommune könnte Wohngebiete, die im Flächennutzungsplan der Stadt ausgewiesen sind, aber in nächster Zeit wohl kaum realisiert werden, zugunsten des Areals "Westlich der Nabburger Straße" herausnehmen.

Ziele konterkariert


Die Stadträte waren vom Schreiben der Abteilung Städtebau irritiert, befürchteten Verzögerungen: Die Stadt möchte dem demografischen Wandel offensiv begegnen. Es gelinge, Grund zu erwerben, um jungen Menschen Bau-Möglichkeiten zu eröffnen. Und nun diese Stellungnahme aus Regensburg. Zweite Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins sah die Bemühungen und Ziele Pfreimds damit konterkariert.

Bürgermeister Richard Tischler meinte trotzdem, "dass wir das hinbekommen werden".
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