Solidaraktion will auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen
Pfreimd zeigt Flagge für Tibet

Die Aktion "Flagge zeigen für Tibet" jährt sich heuer zum 20. Mal. Die Stadt Pfreimd beteiligt sich daran. Am Donnerstag, 10. März, um 8.30 Uhr wird die tibetische Fahne gehisst. Bild: hfz
Politik
Pfreimd
04.03.2016
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Bürgermeister Richard Tischler hatte nicht gedacht, "dass es in einer Abstimmung im Pfreimder Stadtrat mal um Tibet gehen wird". Drei Bürger formulierten die Gründe für ihren Antrag, am 10. März vor dem Rathaus die tibetische Flagge zu hissen.

Mit einer Unterschriftenaktion setzen sich Bürger dafür ein, dass sich die Stadt Pfreimd an der Aktion "Flagge zeigen für Tibet" beteiligt. Flagge zeigen für Menschenrechte, das gehe jeden an, meinen die Initiatoren Kurt F. Stangl, "Luk" Rauch und Manoj Tapas. Sie möchten, dass Bürgermeister Richard Tischler am 10. März die Flagge Tibets vor dem Rathaus hisst. Die Initiatoren der Aktion würden einen kleinen Infostand anbieten und für Gespräche zur Verfügung stehen. Da das Hissen der Fahne ein hoheitlicher Akt ist, brachte Tischler das Thema im Stadtrat zur Sprache. Dr. Johanna Mertins wollte detaillierte Infos zur Aktion. Sie schlug vor, das Thema nichtöffentlich zu diskutieren. Die Stadtratskollegen sahen keinen Grund dazu.

Pfreimd und Regensburg


"Wir leben in Freiheit, andere haben unter Menschenrechtsverletzungen zu leiden. Wenn wir Menschen auf dieser Welt unterstützen können, sollten wir das tun", meinte Stadtrat Manfred Bruckner. Petra Stubenvoll interessierten die Kosten für die tibetische Flagge. Wäre es nicht besser, dieses Geld zu spenden? Laut Bürgermeister kostet die Flagge nur 25 Euro. "Es geht nicht um eine Spende, sondern um Menschenrechte. Dafür soll Pfreimd Flagge zeigen", meinte Norbert Auer. Der Bürgermeister ließ abstimmen. Mit einer Gegenstimme von Edi Dippel sprach sich das Gremium für den symbolischen Akt am 10. März um 8.30 Uhr am Rathaus aus. In der Oberpfalz beteiligt sich noch Regensburg an der Aktion "Flagge zeigen für Tibet", die sich heuer zum 20. Mal jährt.

Von Tibet wieder zurück zu einem Pfreimder Thema: Die Nutzungsänderung von einem Sportartikel-Einzelhandelsverkauf zu einem Eis-Kiosk mit Selbstbedienung in der Freyung. Um Zeitverzögerungen zu vermeiden, wurde im Umlaufverfahren (E-Mail) abgestimmt. Die Entscheidung über die Freiflächennutzung ist davon nicht betroffen. Auch die geplante Werbeanlage (Folie im Schaufenster) bedarf keiner Bewertung durch den städtebaulichen Berater. Nachdem die Stadträte keine Bedenken vorbrachten, wurde das gemeindliche Einvernehmen zur Nutzungsänderung erteilt. Seit 1. Februar ist auch das "Scavi" am Marktplatz neu verpachtet. Die Eröffnung ist für Mitte März geplant.

Zu Beginn der Sitzung hatte das Gremium eine Gedenkminute in Erinnerung an den verstorbenen langjährigen Stadtrat Ernst Wurmstein sen. eingelegt.
Ich hätte nicht gedacht, dass es in einer Abstimmung im Pfreimder Stadtrat mal um Tibet gehen wird.Bürgermeister Richard Tischler
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