Stadtrat befürwortet die Pläne der Veranstalter
Testlauf für das Frühlingsfest

Der Volksfestplatz bietet sich für Feste an. Allerdings muss auch die Situation der Anlieger berücksichtigt werden. Nun soll in Sachen "Frühlingsfest" ein "Testlauf" unternommen werden. Dabei wird sich zeigen, ob das Frühlingsfest jährlich im Veranstaltungskalender der Stadt verankert wird. Bild: Hartl
Politik
Pfreimd
02.03.2016
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Der Volksfestplatz bietet sich für Feste an. Allerdings muss auch die Situation der Anlieger berücksichtigt werden. Nun soll in Sachen "Frühlingsfest" ein "Testlauf" unternommen werden. Dabei wird sich zeigen, ob das Frühlingsfest jährlich im Veranstaltungskalender der Stadt verankert wird. Bild: Hartl

Neben dem Kirwa-Spektakel im Herbst gibt es nach langen Jahren der Abstinenz auch wieder ein Frühlingsfest. Ob es einen festen Platz im jährlichen Terminkalender bekommt, macht der Stadtrat von einem "Testlauf" Anfang Mai abhängig.

Daniel Feuerer aus Teublitz und Robert Nübler vom gleichnamigen Schaustellerbetrieb aus Neunburg vorm Wald sind in der Region keine Unbekannten. Sie organisieren Volksfeste in Wackersdorf, Oberviechtach oder Neunburg vorm Wald. Nun unterbreiteten sie ihre Pläne dem Pfreimder Stadtrat.

Kein Betrieb am Vatertag


Bürgermeister Richard Tischler erinnerte an die Pfreimder Volksfesttradition, die jedoch vor etlichen Jahren eingeschlafen ist. Ein Frühlingsfest stelle keine Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen dar. Lediglich die Vatertagsfeiern der Vereine könnten darunter leiden. Deshalb wäre eine Genehmigung von vornherein mit der Auflage verbunden, dass der Festbetrieb am Vatertag, 5. Mai, pausiert. Günter Strehl sprach den Vor- und Nachteil des Volksfestplatzes an: Er liege sehr zentral, aber eben auch inmitten der Wohnbebauung. Als Zeitfenster für den Betrieb nannten Feuerer und Nübler Mittwoch, Freitag und Samstag bis 24 Uhr, am Sonntag von 22 oder 23 Uhr.

Rupert Schichtl warf ein, dass der Kirwaverein den Anliegern mit einigen Maß Freibier "großzügig entgegenkommt". Das sollte als kleiner Dank selbstverständlich sein. "Da schauen wir schon drauf", betonte Daniel Feuerer. Man sei um ein gutes Auskommen bemüht. Petra Stubenvoll thematisierte den Müll, der sich nach der Kirwa durch die Straßen um den Festplatz ziehe. "Der Kirwaverein geht durch und macht sauber". Das erwarte man auch von den Veranstaltern des Frühlingsfestes.

Hans Müller empfand es als positiv, "wenn sich in Pfreimd was rührt". Falls die Anwohner nichts dagegen haben, sollte man das Fest genehmigen. Dr. Johanna Mertins gab zu bedenken, dass die Anlieger ohnehin schon die sportlichen Aktivitäten in der Nachbarschaft und das Kirwa-Wochenende tolerieren. Petra Stubenvoll riet zu einem Testlauf: Versuchen wir es und schauen wir, wie es läuft".

Die Entscheidung fiel nichtöffentlich, musste ja auch die Entschädigungssumme für den Festplatz erörtert werden.

Der Stadtrat verständigte sich laut Bürgermeister Tischler darauf, einen Versuch zu starten. Dann werde sich zeigen, ob sich das Frühlingsfest mit der Anliegersituation vereinbaren lasse und zu einer Dauereinrichtung werden könnte.

Viel Musik, Vergnügungspark und Sau am SpießDie Veranstalter legten einen vorläufigen Plan für das Frühlingsfest vor. Am Mittwoch, 4. Mai, gibt es um 18 Uhr ein Standkonzert am Marktplatz mit Stadtkapelle und örtlichen Vereinen. Um 19 Uhr ist Bieranstich. Verpflichtet werden die Starkapelle "Froschhaxn Express" oder "MAXX". Am Donnerstag, 5. Mai, ist Pause - wegen der Vatertagsfeiern. Am Freitag, 6. Mai, öffnet der Vergnügungspark mit Autoscooter, Karussell und Schiffschaukel um 18 Uhr. Um 19 Uhr geht es zum "Tag der Betriebe, Behörden und Vereine". Für Unterhaltung sorgen die "Urwaidler". Der Seniorennachmittag mit der Stadtkapelle beginnt am Samstag, 7. Mai, um 14 Uhr. Von 14 bis 18 Uhr ist parallel dazu Kindernachmittag mit ermäßigten Preisen an den Fahrgeschäften. Abends sorgt ab 20 Uhr die Showband "7 Promille" für Partystimmung. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Weißwurst-Frühschoppen. Ab 11 Uhr gibt es Mittagstisch mit Sau am Spieß. Für Unterhaltung sorgen die "Blechsegeln". Nachmittags läuft der Vergnügungsbetrieb, ein Clown tritt auf und ab 19 Uhr ist Festausklang mit der Band "Road House". Das Festbier kommt aus der Region, ebenso werden Fleisch- und Backwaren von einheimischen Betrieben bezogen. Und am Freitagvormittag, 6. Mai, dürfen die Kindergartenkinder umsonst Karussell fahren und Schiffschaukeln. (cv)
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