Von Kinderkrippe bis "Wohnlöwe"
Ereignisreiches Jahr für die Stadt

Nette Geste des Bürgermeisters an die Stadträte: Für jeden gab es einen Lebkuchen mit Wappen und einem Dankeschön. Bild: Völkl
Politik
Pfreimd
30.12.2015
69
0

"Ereignisreich und zukunftsprägend" war das Jahr, dessen Schlaglichter Bürgermeister Richard Tischler zum Jahreswechsel nannte. Mit Optimismus möchte die Stadt auch die nächsten Herausforderungen bewältigen.

Die Schule steht unter neuer Leitung von Siegfried Seeliger, das Altenheim führt Franziska Bäumler und die Pfarrei hat mit Pater Georg einen neuen Stadtpfarrer.

In der Wernberger Straße entstand eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge. Weitere Schutz- und Hilfesuchende Mitbürger aus den Krisengebieten dieser Welt sind in privaten Wohnungen untergebracht. Um diese 100 Menschen bemüht sich der Arbeitskreis Asyl. Richard Tischler dankte allen Bürgern, die dazu beitragen, ein friedliches Miteinander der Nationen und Religionen in Pfreimd zu ermöglichen.

Geduld haben


Geduld musste die Feuerwehr Weihern haben, deren Neubau eigentlich heuer vorgesehen war, nun 2016 festes Ziel ist. Gleiches gelte für den Neubau der Gemeindeverbindungsstraße von Aspachmühle nach Hohentreswitz. Ein "für manchen überraschendes und abruptes Ende" fanden die Überlegungen zur Errichtung einer Paintballanlage im nordöstlichen Stadtgebiet. Nach einem Antrag auf eine erneute Grundsatzentscheidung beschloss eine Mehrheit des Stadtrates in letzter Minute, das Verfahren zu stoppen und den Projekt nicht weiterzuverfolgen.

Einen entscheidenden Schritt weiter kam dagegen die Windpark Pamsendorf GmbH mit ihrem Plan, fünf Windräder nahe Pamsendorf zu errichten. Die Anlage soll, nachdem alle Klagen abgewiesen wurden, 2016 gebaut werden und in Betrieb gehen. Auch das Verfahren zur Ausweisung einer Konzentrationsfläche für die Windkraftnutzung, das nach Erlass der 10H-Regelung eingefroren worden war, soll laut Bürgermeister Tischler im Frühjahr wieder aufgenommen werden.

Gewerbe- und Wohngebiet


Wichtige Schritte für die Weiterentwicklung der Stadt waren die Aufweitung der Zufahrt zum Gewerbegebiet Kalvarienberg sowie die Ausweisung zweier neuer Gewerbegebiete. Geglückt ist auch die Ausweisung eines neuen Baugebietes westlich der Nabburger Straße und die Erweiterung des Baugebiets Mahdwiesen in Weihern.

Um die Zukunft der Stadt geht es ebenso beim Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept sowie bei den Aktivitäten im interkommunalen Zusammenschluss "Kleinregion nördliches Naabtal" - untrennbar damit verbunden das geplante Lehrlingswohnheim "Wohnlöwe", das in den kommenden zwei Jahren mit Hilfe europäischer Fördermittel verwirklicht werden soll. In Sachen Breitband wurden für Hohentreswitz, Pamsendorf, Stein und Gnötzendorf Voraussetzungen für schnelle Internetanschlüsse geschaffen.

Als nächstes ist der Stadtwesten an der Reihe. "Die Friedhofsmauer erstrahlt in neuen Glanz", freute sich der Bürgermeister. An der A 6 und A 93 wird es in Kürze touristische Hinweistafeln geben. Mit dem Beitritt zum Zweckverband thermische Verwertung von Klärschlamm besteht Entsorgungssicherheit, die Kinderkippe in Franziskuskindergarten hat ihren Betrieb aufgenommen, der Kinderhort wurde erweitert und die Wasserwacht verfügt über neue Gruppenräume. Für Tischler ist all dies Ausdruck einer "tatkräftigen Gemeinde," auf die auch in Zukunft große Herausforderungen warten: Die Trinkwassergewinnung mit Nabburg. Für dieses Jahrhundertprojekt laufen derzeit die Grundstücksverhandlungen für den Trassenverlauf. Parallel soll 2016 die künftige Betreiberstruktur aufgebaut werden.

Konstruktive Arbeit


Auf der Agenda steht die systematische Sanierung des Straßen- und Kanalnetzes. "Mit großer Wahrscheinlichkeit" werde mit der Sanierung der Stützmauer im Kellerweg begonnen. Ebenso würden Überlegungen für einen Ersatz der herausgenommenen Brücke in Iffelsdorf geführt. Auch die Neugestaltung der Haas-Kreuzung und die Nutzung des Hauses wird den Rat beschäftigen. Tischlers Dank für die konstruktive Arbeit des Stadtrates gab Zweite Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins stellvertretend für das Gremium zurück. Tischler sei auf Teamarbeit bedacht, Sachverhalte würden von der Verwaltung solide aufbereitet. Auf dieser Basis habe der Stadtrat auch manch schwierige Entscheidung treffen können.
Weitere Beiträge zu den Themen: Rückblick (22)Stadtrat Pfreimd (34)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.