Am "Großen Kulm" bei Pamsendorf laufen die Bauarbeiten
Windräder drehen sich im Herbst

Auf dem Gelände des Windparks Pamsendorf ist der Bau der Fundamente in vollem Gang. Im Mai wird mit dem Bau der fünf Türme begonnen. Ende September soll die Anlage fertig sein. Bild: akp
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Pfreimd
08.04.2016
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Im Mai werden die Türme geliefert, dann Gondeln und Flügel: Ende September möchte Dr. Christian Deglmann mit dem Windpark Pamsendorf ans Netz gehen. Der Energiebedarf von 7000 Haushalten lässt sich damit decken.

-Pamsendorf. (akp/cv) Die Baumaschinen sind im Windpark Pamsendorf am "Großen Kulm" bei Gleiritsch angerollt, die 20-Millionen Investition ist voll am Laufen. Nach den Rodungsarbeiten im letzten Jahr wurden in den vergangenen Monaten die Zufahrtswege angelegt. "Wir haben das ganze so für den Verkehr hergerichtet, dass die Baumaßnahme ablaufen kann", berichtet Dr. Christian Deglmann. Es lässt sich nicht vermeiden, dass die Wege darunter leiden. Wenn die Anlagen stehen, werden die "Gebrauchsspuren" beseitigt.

Vereinbarung mit der Stadt


Die Erschließungsvereinbarung zwischen der Deglmann Windpark Management GmbH und der Stadt Pfreimd ist in trockenen Tüchern. Darin sind Pachtverhältnisse, Benutzungsmöglichkeiten öffentlicher Flächen und Sicherungsmaßnahmen für die Wasserversorgung festgeschrieben. Auf allen fünf Baustellen laufen die Arbeiten jetzt auf vollen Touren. Bei einem Baustellenspaziergang vor wenigen Tagen zeigte sich folgendes Bild: In einem ersten Fundament, auf dem ein Turm für den Windpark montiert werden soll, sind durch die Firma Max Bögl bereits mehrere hundert Kubikmeter Beton verbaut worden, zwei weitere sind armiert und können betoniert werden. Bei den letzten beiden Türmen sind die Fundamente planiert bzw. werden auf einer Baustelle in der Nähe von Trefnitz ausgehoben. Bei den Arbeiten ist das Unternehmen Max Bögl federführend.

Mit der veranschlagten Leistung des Windparks - zwölf Megawatt - lässt sich der Energiebedarf von etwa 7000 Haushalten decken. Das Windpark-Projekt - wohl eines der größten in der Oberpfalz - besitzt Pilotcharakter, da der Strom über eine Leitung nahe dem Pumpspeicherwerk Reisach eingespeist werden wird. Der Windpark und das Pumpspeicherwerk könnten sich insoweit zukünftig als erneuerbare Energiequellen gegenseitig ergänzen.

Beschwerde beim VGH


Der Bau des Windparks wurde von mehreren Privatpersonen, der Gemeinde Gleiritsch und dem Bayerischen Jagdverband beklagt. Alle Parteien scheiterten damit beim Verwaltungsgericht Regensburg. Trotz des Rodungs- und Baubeginns haben ein Teil der Privatkläger, die Gemeinde und der Jagdverband Berufung beim Verwaltungsgerichtshof in München eingelegt. Ob die Revision zugelassen wird, ist noch offen.

Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/themen/windpark-pamsendorf.html
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