Aschermittwoch-Taubenmarkt
Marktplatz fest in Züchterhand

Vermischtes
Pfreimd
10.02.2016
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Nachdem das Verbot für Geflügelmärkte wieder aufgehoben worden war, gehörte der Marktplatz gestern ganz traditionell den Züchtern. Der Aschermittwochs-Taubenmarkt zog die Besucher in Scharen an. Zu sehen gab es aber nicht nur Geflügel.

Im Dezember vergangenen Jahres trat die Vogelgrippe in Roding im Nachbarlandkreis Cham auf. Das zuständige Landratsamt legte deshalb ein Sperrgebiet rund um den infizierten Geflügelbetrieb fest. Die Folge war, dass auch im Landkreis Schwandorf aus Vorsichtsgründen im Dezember und Januar keine Geflügelmärkte, Ausstellungen oder ähnliche Veranstaltungen mit Vögeln stattfinden durften.

Umso erfreulicher war nun die Nachricht für die örtlichen Kleintierzüchter, dass dem traditionellen Aschermittwochsmarkt nichts im Wege stünde. Dieser ist ein bedeutender Teil der Geschichte der "Pfreimder Märkte" und findet seit dem Jahr 1883 statt. Damals beschloss das Stadtmagistrat, die Tauben- und Geflügelbörsen einzuführen. Dieses Brauchtum auf dem Marktplatz hat sich bis heute bewährt und zeigte sich auch gestern als gut besuchte Veranstaltung.

Schon früh am Morgen


Zahlreiche Hobbyzüchter, die einige ihrer Tiere zum Verkauf anbieten wollten, fanden sich schon früh am Morgen auf dem Gelände ein, um einen guten Standplatz zu ergattern. Im Angebot waren verschiedene Gattungen und Rassen von Tauben, Enten, Hühnern oder Wachteln - aber auch Kanarienvögel, Kaninchen, Stallhasen und Meerschweinchen. Auch sämtliches Zubehör für die artgerechte Tierhaltung wie Fußringe für Tauben und anderes Geflügel, spezielle Futtermischungen und Vogelhäuschen konnte man erwerben.

Bunte Vielfalt


Die bunte Vielfalt an Tieren erfreute sowohl die Kaufinteressenten, als auch einige Besucher und Kinder, die nur als "Schaulustige" das Geschehen verfolgten. Wer fündig wurde, um den heimischen Taubenschlag zu bereichern, versuchte sich im Anschluss, mit dem Verkäufer auf einen guten Preis zu einigen. Hierbei wurde gefeilscht und verhandelt, wie es auf Märkten üblich ist. Wer dabei hungrig wurde, konnte sich mit einer Fischsemmel oder einem frisch gegrillten Steckerlfisch, der vom Anglerverein zubereitet wurde, stärken.

Allerdings ist bei der Teilnahme am Tauben- und Geflügelmarkt einiges zu beachten: Zahlreiche tierseuchen- und tierschutzrechtliche Bestimmungen sind einzuhalten. So überprüften die Verantwortlichen der Stadt beispielsweise die Herkunft der Tiere sorgfältig, da nur solche zugelassen sind, die aus einem Bestand in der Oberpfalz stammen. Auch weitere Vorschriften und Auflagen, die ausführlich in der Börsenordnung geregelt wurden, sind zu befolgen. Das führte dazu, dass so mancher Züchter in der Vergangenheit die Teilnahme am Marktgeschehen aufgab.

Trotz alledem freuten sich die Veranstalter auch am Aschermittwoch über eine rege Beteiligung von Ausstellern und Besuchern.
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